Hansestadt stellt Konzept für Kindergärten und Krippen vor

Ziel sind 100 neue Ganztagsplätze

Mit einem Neubau und der Zusammenlegung von Vormittags- und Nachmittagsplätzen will die Hansestadt 100 weitere Ganztagsplätze für drei bis sechsjährige Kinder schaffen. Foto: dpa
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Mit einem Neubau und der Zusammenlegung von Vormittags- und Nachmittagsplätzen will die Hansestadt 100 weitere Ganztagsplätze für drei bis sechsjährige Kinder schaffen.

Uelzen – Das Ziel von Hansestadt und Uelzener Kommunalpolitik ist klar: Der Entwicklung beim Bedarf nach Kindergarten- und Krippenplätzen einen Schritt voraus sein und nicht mehr den Entwicklungen nur hinterherhecheln.

„Wir schaffen vehement Plätze in der Stadt, trotzdem fahren wir aber nur auf Sicht und müssen immer wieder kurzfristig reagieren, erklärte Uelzens Erster Stadtrat, Florian Ebeling, die Problematik.

Damit dies in Zukunft anders ist, hat die Stadtverwaltung jetzt ein Konzept für das Betreuungsangebot aufgestellt. Kernaussage: Die Zahl der Krippenplätze reicht aus, aber bei den Betreuungsplätzen für drei- bis Sechsjährige gibt es einen stetig steigenden Bedarf nach Ganztagsplätzen. 100 Plätze sollen daher geschaffen werden, die zum Kindergartenjahr 2023/24 zur Verfügung stehen sollen, um auch das bundesweite Ziel einer Ganztagsquote von 70 Prozent ab 2030 zu erfüllen. Bisher liegt laut Ebeling die Quote in Uelzen bei knapp 60 Prozent.

Die Lösung: Die Kita am Niendorfer Weg zieht in einen größeren Neubau neben der leerstehenden Pestalozzischule. So entstehen 50 Plätze. Außerdem kommen 50 weitere Plätze durch das Zusammenlegen von Vormittags- und Nachmittagsbetreuungsangeboten hinzu. Insgesamt würde es dann 628 Ganztagsplätze geben.

Der Trend gehe klar zur Ganztagsbetreuung, vor allem die Nachmittagsbetreuung werde kaum noch nachgefragt, sagte Ebeling. Vorgesehen ist zunächst, den Neubau abzuschließen und dann die 50 Vormittags- und Nachmittagsplätze zusammenzulegen. Gleichzeitig soll der Neubau so gestaltet werden, dass ohne größeren Aufwand Kindergartenplätze in Krippenplätze umgewandelt werden können.

„Mit dem Vorgehen erhalten wir die nötige Flexibilität“, erklärte Jörg Kramer (SPD). So behalte man sich die Möglichkeit vor, schnell auf Veränderungen reagieren zu können und kurzfristig Lösungen zu haben. „Solch ein Vorgehen wird uns am Ende auch Kosten sparen“, war sich auch Karl-Heinz Günther (CDU) sicher, der außerdem anregte, Blaupausen für Kita-Neubauten zu schaffen.

Neue Betreuungsplätze sollen außerdem in Zukunft bevorzugt im innerstädtischen Bereich geschaffen werden und nicht in den Ortsteilen. Der Bereich der Kernstadt sei leichter zu erreichen und liege für viele Berufstätige auf dem Weg zur Arbeit, erklärte Ebeling. Daher sollten sich neue Kita-Plätze dort konzentrieren. Gleichzeitig soll auch die Regel Erweiterung vor Neubau gelten. Außerdem sollen Kooperationsmöglichkeiten zwischen Grundschulen und Kitas berücksichtigt werden. Von den bestehenden Kindertagesstätten erfülle aber keine den Kriterienkatalog zu 100 Prozent, so Ebeling. Vielmehr gehe es darum, einen Handlungsrahmen zu haben, um kurzfristig reagieren zu können.

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