FDP-Landtagskandidat Rainer Fabel will sich für die Wirtschaft im Landkreis Uelzen einsetzen

Ziel: deutlich mehr als fünf Prozent

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Genug FDP-Mitglieder für die Wahl der Landtagskandidatur: Christopher Lehmann, Martin Schneider, Hubertus Hacke, Lothar Deutschmann, Rainer Fabel, Léonard Hyfing, Stefan Mertins, Bernd Peter und Jan-Hinrich Lüdemann (von links).

Uelzen. Neun FDP-Mitglieder – zwölf Ämter: Die Zahl der Anwesenden hat für das Wahlprozedere ausgereicht, um Positionen wie die Zählkommission und Beisitzer zu besetzen.

Rainer Fabel wurde gestern Abend mit acht Ja-Stimmen und einer Enthaltung zum FDP-Landtagskandidaten für den Kreis Uelzen gewählt.

„Wohlwissend, dass es ein Minder-Wahlkampf ist“, wie Fabel sagte, nahm er die Wahl an. Auch wenn sich der Wahlkampf „nur ein bisschen behäbig aufbauen lasse“, ermunterte er die Gruppe dazu, aktiv zu sein. Eine entsprechende Strategie solle entwickelt und umgesetzt werden, „so dass wir nicht nur mit fünf Prozent abschneiden, sondern mit deutlich mehr“.

Besonders am Herzen liegen dem einzigen Kreistagsabgeordneten der Liberalen die Themen Wirtschaft und Umwelt. „Mir geht es vor allem darum, dass die Wirtschaft wieder eine richtige Stimme braucht“, erklärte der Kreisvorsitzende aus Nestau.

„Wir haben genug Wirtschaftskraft, die brachliegt.“ Es reiche nicht aus, wenn nur Stellen im Bereich Altenbetreuung eingerichtet werden. „Jeder soll die Möglichkeit haben, auch hier bleiben zu können.“ Somit müsse die Infrastruktur ausgebaut werden, die A 39 entstehen und auch das Thema Windpark vorangebracht werden.

„Ich bin überzeugt, dass es dem Wald nicht schadet, wenn wir ganz dicht rangehen an den Wald“, bezog sich Fabel auf die aktuelle Debatte um das Raumordnungsprogramm des Landkreises. 1000 Meter Abstand zwischen Wohnhäusern und Windrädern müssten eingehalten werden. Dass häufig bei der Diskussion um die Planung der Standorte von Windparks „ideologische Begründungen“ in den Vordergrund gerückt werden, „treibt mich natürlich bisschen um“, so Fabel.

Vielmehr müssten die Personen im Mittelpunkt stehen, die in der Nähe der künftigen Windparks wohnen. „Es muss erst mal um die Sache gehen, das ist meine Überzeugung“, stellte er klar.

„Auf den Landkreis wird in der nächsten Periode eine strukturelle Frage zukommen“, deutete Martin Schneider an. „Da brauchen wir einen, der die Musik vorgibt und alle anderen dazu bewegt, ins Horn zu blasen. Und ich denke mal, dass du eine gute Wahl bist.“ Das Thema Fusion werde den Landkreis weiterhin beschäftigen, sagte Fabel. Nachdem der Kreis Uelzen bereits den Zukunftsvertrag abgeschlossen habe, stehe auch der Nachbarkreis Lüchow-Dannenberg vor einer Entscheidung: „Der Druck wird größer.“ Auf jeden Fall sei auch in dem Bezug ein guter Kontakt nach Hannover sinnvoll.

Von Diane Baatani

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