Plateauschuhe und Schlaghosen: „ABBA-Hautnah“ riss Uelzener von den Stühlen

Zeitreise in die 80er

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„Money, Money, Money“ bis „Waterloo“: Das Publikum im Theater an der Ilmenau ließ sich von dem Ensemble „ABBA-Hautnah“ mitreißen.

aja Uelzen. Mitgerissen von einer überragenden Disco-Show feierte Uelzen im Theater an der Ilmenau die schwedische Popband ABBA.

Vom ersten Song an begleiteten die Besucher mit Leuchtstäben die Musikstücke, die sich in den 30 Jahren, seit die Popband sich aufgelöst hatte, zu Evergreens entwickelten. „Die sind ja nie aus der Mode gekommen“, sind sich die Fans bei der ABBA Tribute Show einig. Für viele war es eine Zeitreise zurück in die 80er.

Die schwedisch-deutsche Popproduktion „ABBA Hautnah“ hielt dabei, was sie in ihrer Ankündigung versprach. Mit ihrem „verwechselbaren“ Auftritt ließen Karen Hylander (Agnetha), Janina Goy (Frida), Heiko Pagels (Björn) und Frank Weise (Benny) schnell vergessen, dass nicht das Original auf der Bühne stand. Unnachahmliche Lichtschau, authentische Kostüme, die von weiblichen Fans in den 80ern nachgeahmte Choreografie der beiden Sängerinnen, aber vor allem die musikalische Präsentation riss die Besucher von den Stühlen. Viele sangen von Anfang an jedes Stück mit, zum Mitklatschen musste niemand aufgefordert werden.

Während nach den ersten Stücken noch einige Zuschauer nach ihrem Lieblingstitel riefen, waren nach drei Stunden alle Wünsche erfüllt: „I am the Tiger“, „Knowing me, knowing you“, „Take a Chance on me“, „Money, Money, Money“ oder „Supertrouper“, „S.O.S.“, Mamma Mia“ und selbstverständlich der Grand-Prix-Sieger-Song „Waterloo“ hörten die Fans – insgesamt beinahe 40 Songs der legendären Popband.

Barfuß, wie man ihn kennt, toppte dann das Original „Harpo“ das authentische Erlebnis. Mit seinem ersten Nummer-Eins-Hit „Honolulu-Dance“ zeigte sich der 64-jährige als Entertainer und scherzte mit den Zuschauern über Sternzeichen, bevor er sein „Horoscope“ erklingen ließ, bei dem er sich auf der Bühne bewegte, als wäre keine Zeit vergangen.

Gemeinsam mit den Musikern Mathias Jahner am Saxofon, Micka Uchuer am Schlagzeug und Bassist Tobias Kabiersch stellten das Original und das Ensemble „Abba-Hautnah“ die gute Akustik des Theatersaales unter Beweis.

„Die kleinen Geschichten zu der Entstehung der Stücke“ gefielen einer Besucherin aus Lüchow-Dannenberg besonders gut, die mit ihren Kollegen die jährliche Betriebsfeier nach Uelzen verlegt hatte.

Plateauschuhe und Schlaghosen rundeten das Bild ab. „Hätten die in normalen Klamotten gespielt, wären die immer noch echt rüber gekommen“, meint eine Besucherin.

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