Straßenbaubehörde realisiert in diesem Jahr große Baumaßnahmen im Kreis

Zehn neue Wege und Straßen

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Zwischen dem Seedorfer Kreuz und der Abzweigung nach Medingen haben Winter und Fahrzeuge ihre Spuren hintelassen – hier wird im März/April die Straße vollgesperrt und erneuert – wie an einigen anderen Stellen im Landkreis auch.

Uelzen/Landkreis. Zehn rote Punkte leuchten von einer großen Kreiskarte, die der Geschäftsbereich Lüneburg der Landesstraßenbaubehörde erstellt hat – jeder Punkt steht für einen Neubau beziehungsweise eine Sanierung von Straßen und Radwegen.

„Zehn Maßnahmen in einem Landkreis sind relativ viel“, sagt Dirk Möller, Leiter der Landesstraßenbaubehörde in Lüneburg. Im vergangenen Jahr seien im Kreis Uelzen vergleichsweise wenig Maßnahmen umgesetzt worden, „da lag der Schwerpunkt im Bereich Lüneburg“, so Möller. Wann welche Arbeiten durchgeführt werden, entscheidet die Dringlichkeit.

In diesem Jahr ist nun also Uelzen dran, wo folgende Maßnahmen vorgesehen beziehungsweise schon in Angriff genommen worden sind:

• B 4 Neubau der Ortsumgehung Kirchweyhe: Der 2,7 Kilometer lange Abschnitt ist derzeit im Bau, die Freigabe soll im April 2014 sein. Obwohl das Vergabeverfahren, wie berichtet, ins Stocken geraten war, weil es einen Einspruch dagegen gegeben hatte, sieht Dirk Möller diesen Endtermin nicht als gefährdet. „Das Oberlandesgericht Celle hat entschieden, dass wir noch einmal ins Vergabeverfahren einsteigen müssen, und das läuft derzeit“, sagt er.

• B 71 Uelzen – Neubau der Brücke über die Ilmenau: Die Arbeiten sind in vollem Gange. „Zurzeit werden die Wiederlager betoniert“, informiert Alexander Bruder, Fachbereichleiter Bau der Lüneburger Behörde. Im September dieses Jahres soll die neue Brücke fertig sein.

• L 252 Seedorfer Kreuz-Abzweigung Medingen: Hier steht ab März/April eine Erneuerung der Fahrbahn auf dem Programm. Der gut zwei Kilometer lange Streckenabschnitt wird dafür voll gesperrt, die Umleitung führt über das Barumer Kreuz. Der Auftrag für diese Maßnahme ist bereits vergeben.

• B 191 Schwemlitz-Hohenzethen: Die Fahrbahn wird erneuert und gleichzeitig verbreitert, außerdem wird ein neuer Radweg gebaut. Auch für diese Arbeiten auf der 5,2 Kilometer langen Strecke muss die Straße voll gesperrt werden. Die Ausführung ist bereits in Auftrag gegeben.

• L 250 Ebstorf-Uelzen: Auf dem sechs Kilometer langen Radweg entlang der Landesstraße 250 werden mehrere Abschnitte erneuert. Hierfür ist eine halbseitige Sperrung erforderlich, im April/Mai soll’s losgehen, ab August dieses Jahres sollen Radler dann wieder freie Bahn haben.

• L 254 Stöcken-Rosche: Auf fünf Kilometern Länge wird ein Gemeinschaftsradweg gebaut, der zu 30 Prozent von der Samtgemeinde Rosche finanziert wird und zu 70 Prozent vom Land Niedersachsen. Baubeginn soll im dritten Quartal sein.

• B 191 Breitenhees-Kreisgrenze Celle: Bei einer Vollsperrung wird hier auf 3,6 Kilometern die Fahrbahn erneuert. Der Auftrag ist erteilt, die Bagger rücken voraussichtlich im Juli/September an.

• B 71 Növenthien-K 35 (Winterweyhe/Kreis Lüchow-Dannenberg): Auf acht Kilometern wird hier ein neuer Radweg gebaut. Baustart soll im Juni sein, Fertigstellung im Oktober.

• B 191 Stöcken-Neumühle: Hier ist eine Erneuerung der Fahrbahn fällig, und zwar auf 800 Metern. Die Straße wird für die Bauarbeiten vollgesperrt, voraussichtlich im dritten Quartal dieses Jahres.

• B 71 Ortsdurchfahrt Bergen/Dumme: Eine Fahrbahnerneuerung steht hier ebenso auf dem Plan wie der Bau eines neuen Radwegs. In der Ortsdurchfahrt wird sozusagen ein Lückenschluss für Fahrradfahrer gebaut. Außerdem werden Fahrbahnteiler installiert. Die Ortsdurchfahrt Bergens wird dafür halbseitig gesperrt. Die Bauzeit wird im dritten/vierten Jahresquartal liegen.

Grundsätzliches Ziel sei es, an allen Bundesstraßen Radwege zu bauen, erklärt Dirk Möller die Vielzahl dieser Projekte. „Die B 71 ist dabei ein noch recht weißer Fleck und hat deswegen in diesem Jahr höchste Priorität.“ Für den gesamten Geschäftsbereich, zu dem neben dem Landkreis Uelzen auch die Kreise Harburg, Lüneburg und Lüchow-Dannenberg gehören, stehen in diesem Jahr rund 4,5 Millionen Euro zur Verfügung. Viel zu wenig, wie Möller zu bedenken gibt. Denn nicht zuletzt seien die desolaten Zustände mancher Fahrbahnen der Tatsache geschuldet, dass auch in den vergangenen Jahren nie genügend Geld für deren umfassende Sanierung zur Verfügung gestanden habe. Im Bereich der Bundesstraßen seien hingegen mit rund 32 Millionen Euro für den Geschäftsbereich der Lüneburger Behörde ausreichend Mittel vorhanden.

Über aktuelle Details zu den Baustellen informiert die Behörde unter www.strassenbau.niedersachsen.de.

Von Ines Bräutigam

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