Uelzen rüstet sich für weihnachtliches Spektakel

Der Zauber möge beginnen

+
Uelzens Propst Jörg Hagen wird am Freitag, 30. November, um 18 Uhr das erste Fensterchen am Uelzener Adventskalender öffnen.

Uelzen. Die Uhlenköperstadt hübscht sich für die festliche Zeit auf: In dieser Woche wurde für den Adventskalender am Alten Rathaus eine neue Beleuchtung installiert, City-Manager Joachim Lotz ist eifrig damit beschäftigt, hochkarätige Redner für die Fensteröffnungen am Rathaus-Kalender einzuteilen.

De Lichterketten für die Weihnachtsbeleuchtung werden aufgehängt, und an der Veerßer Straße haben die neun Märchen-Hütten ihre Plätze bezogen – der Uelzener WeihnachtsZauber 2012 kann beginnen.

Und so wird Uelzens Propst Jörg Hagen am Freitag, 30. November, um 18 Uhr das erste Fensterchen am Uelzener Adventskalender öffnen. Weitere Redner in den darauffolgenden Tagen werden unter anderem Niedersachsens Kultusministerin Johanna Wanka, Niedersachsens Wirtschaftsminister Jörg Bode, sowie Vizekanzler und Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler sein. Das letzte Fenster öffnet – und das ist schon Tradition, – Niedersachsens Ministerpräsident David McAllister. Auch in diesem Jahr werden in den überdimensionalen Adventskalender-Fenstern Bilder der Künstlerin Dagmar Glemme zu sehen sein. Organisiert und finanziert wird der WeihnachtsZauber hauptsächlich vom Handelsverein, vom City-Management und von Sponsoren. Auf rund 50 000 Euro belaufen sich die jährlichen Kosten.

Doch bevor es so weit ist, geht es in der kommenden Woche noch einmal in den Endspurt für die Vorbereitungen: Am Montag hält jede Menge Grün Einzug in die Stadt – die Tannenbäume werden in den Marktstraßen verteilt – aus Sparzwängen heraus nur 280 an der Zahl. An diesem Wochenende wird in der Heiliggeist-Kapelle die Krippe aufgebaut, und bis zur Mitte nächster Woche werden dann auch die großen Tannenbäume, die das Alte Rathaus flankieren, sowie die zahlreichen kleineren Bäume direkt vor dem Gebäude endgültig stehen. „Die Tannen“, erklärt Joachim Lotz, „sind ein grünes Band, das die Menschen durch die Straßen der Stadt leiten soll – nicht nur vom Adventskalender bis zur mycity-Eisbahn auf dem Herzogenplatz.“

Bevor am kommenden Freitag der Propst den Adventskalender eröffnet, gibt Uelzens Bürgermeister Otto Lukat um 16 Uhr offiziell den Startschuss für den WeihnachtsZauber. Von diesem Tag an werden täglich drei Engel die Fenster am Alten Rathaus enthüllen und bis zum 23. Dezember täglich verschiedene Chöre der Region jeweils von 17.15 bis 17.45 Uhr in der St.-Marien-Kirche singen. Ab dem 1. Dezember ist für eine Kinderbetreuung im Martin-Luther-Haus gesorgt – bis einschließlich 22. Dezember, immer sonnabends von 14 bis 17 Uhr. Kinderschutzbund, Berufsbildende Schulen (BBS II), DRK und die Musikschule Niebuhr sorgen dann dafür, dass der Nachwuchs mit Singen und Vorlesen, Basteln, Backen und Spielen beschäftigt ist, während die Eltern in Ruhe Weihnachtseinkäufe erledigen können. Denn fast alle Uelzener Geschäfte werden an den vier Adventssamstagen bis 18 Uhr geöffnet sein.

Ein weiteres Highlight ist der Coca Cola-Truck, der am Sonntag, 2. Dezember, von 14.30 bis 20 Uhr an der Rathauskreuzung/Gudesstraße Station in Uelzen macht – mit Karaoke-Singen, Santas guter Stube, in der Wünsche an den Weihnachtsmann zugeflüstert werden dürfen, einem Truck-Filmstudio sowie einer Foto-Aktion und „Santa’s Werkstatt“. Nicht zuletzt gibt es jede Menge Musik und Unterhaltung, unter anderem mit den Powerstimmen der „Young Gospel Singers“.

A propos Powerstimmen: Die Lucia-Sängerinnen „Latvian Voices“ aus Riga werden am Freitag, 14. Dezember, nach einem Auftritt am Adventskalender ab 19 Uhr in der St.-Johannis-Kirche am Stern im Rahmen des „Lucia-Lichterabends“ singen. Die Lichterkönigin Lucia war eine Schutzheilige, die in Kerkerverliesen Gefangenen mit ihren Gesängen Trost spendete – mit einer Kerzenkrone auf dem Kopf, in den nordischen Ländern ein Höhepunkt der Adventszeit.

Das Altdeutsche Weihnachtsdorf wird es in diesem Jahr derweil ebenso wenig geben wie ein Riesenrad. „Durch die Baustelle am Uelzener Hof und weil beides zu wenig frequentiert wird“, begründet Joachim Lotz. Stattdessen wird sich der WeihnachtsZauber auf den Bereich zwischen Kirchplatz, Altem Rathaus und Herzogenplatz konzentrieren. Mit zwei Polen, die wohl einmal mehr Besuchermagneten sein werden: Am Fuße der St.-Marien-Kirche wird der Weihnachtsmarkt gefeiert, und auf dem Herzogenplatz wird die Eisbahn „mycity on ice“ ab Montag zum insgesamt zwölften Mal öffnen – mit einem Rahmenprogramm mit Musik, Eisstock-Meisterschaft, Kinderspaß und Nikolausparty.

Von Ines Bräutigam

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare