Letzte Tankstelle am Uelzener Hammersteinkreisel hat geschlossen

Zapfstopp nach mehr als 60 Jahren

Eine Tankstelle mit Geschichte: Hier Heinrich Fehlhaber Anfang der 1960er Jahre mit seinen beiden Söhnen Ralf und Jörg. Fotos: Privat/Reuter
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Eine Tankstelle mit Geschichte: Hier Heinrich Fehlhaber Anfang der 1960er Jahre mit seinen beiden Söhnen Ralf und Jörg.

Uelzen – Das rot-weiße Absperrband flattert im Wind. Autos können hier nicht mehr betankt werden. Am Uelzener Hammersteinkreisel ist die Aral-Tankstelle geschlossen worden. Sie soll zurückgebaut werden. Es ist das Ende eines Stücks Uelzener Geschichte.

„Wir waren 67 Jahre mit der Tankstelle an diesem Standort“, berichtet Christopher Fehlhaber aus der Betreiberfamilie im Gespräch mit der AZ.

Mit Bauzäunen und Flatterband ist die Tankstelle jetzt abgesperrt worden. Der Rückbau soll noch im März starten.

Fehlhaber blickt so auch „wehmütig“ auf das Aus. Doch eine Alternative hat es dazu wohl nicht gegeben. In die Tankstelle hätten Gelder für eine Erneuerung gesteckt werden müssen. „Wir hatten einen Investitionsstau“, sagt Fehlhaber. Zugleich seien die Litermengen nicht mehr zu vergleichen gewesen wie bei Tankstellen an anderen Standorten. Mit dem Unternehmen Aral sei über die kurzfristige Auflösung des Vertrags gesprochen worden.

Die Verkehrsflüsse in Uelzen sind heute andere als einst. Als es noch keine Umgehungen gab, rollten Autos und Laster durch die Innenstadt. Und getankt werden konnte am Hammersteinkreisel, an dem früher gleich mehrere Tankstellen betrieben wurden.

Zuletzt blieb noch die Aral-Filiale – mit der Familie Fehlhaber als Betreiber. Christopher Fehlhabers Vater betreute zeitweise auch Aral-Niederlassungen an der Veerßer Straße sowie am B4-Kreisverkehr. Aus gesundheitlichen Gründen habe sich der Vater dann aus dem Geschäft zurückgezogen.

Mit dem Ende der Aral-Filiale am Hammersteinkreisel wird dort perspektivisch keine Tankstelle mehr zu finden sein. Noch im März werde damit begonnen, die Zapfsäulen abzubauen, berichtet Christopher Fehlhaber. „Das passiert relativ kurzfristig.“ Es folgten weitere Arbeiten am Gebäude und Grund. Was dort dann entsteht, dazu konnte Christopher Fehlhaber noch keine Angaben machen. „Es gibt noch keine exakten Pläne.“

Mit der geschlossenen Aral-Filiale verbleiben in der Hansestadt Uelzen noch mehr als ein halbes Dutzend an Tankstellen-Standorten. Und wie berichtet gibt es Pläne für den Südosten der Stadt: An der Groß Liederner Straße soll eine Tankanlage mit Waschstraße und Schnellrestaurant entstehen.

VON NORMAN REUTER

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