Stadt stellt Umfrage-Ergebnis zu Ganztagsschulen vor / Eltern erzürnt wegen Schlussfolgerungen

Wo Zahlen auf Angst treffen

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Wie sieht der Schultag von Uelzener Grundschülern aus? Darüber diskutiert die Politik.

Uelzen. Protest-Banner begleiten die Uelzener Politik, seitdem sie über die Zukunft der Grundschullandschaft diskutiert. Mark Reineke aus Holdenstedt wird am Dienstagabend im Uelzener Rathaus nicht müde, immer wieder sein Schild in die Höhe zu halten.

Um Menschen wie ihn geht es im Ratssaal – er ist Vater von zwei Kindern, die in den nächsten Jahren eingeschult werden. Wenn es soweit ist, wünscht er sich ein Ganztagsschul-Angebot in Holdenstedt. Das ist auch auf seinem Banner zu lesen.

Reineke pendelt täglich nach Hamburg, seine Frau ist berufstätig. Eine Schulbetreuung bis in den Nachmittag hinein erleichtere vieles, sie sei aber auch für die Kinder sinnvoll. „Das weiß ich aus eigener Erfahrung“, sagt er. Und außerdem: Eine Ganztagsschule in Holdenstedt sichere den Schulstandort. Das soll nicht unerwähnt bleiben an dem Abend, an dem die Stadtverwaltung dem Schulausschuss die Ergebnisse zur Einführung von Ganztagsschulen vorstellen will.

Einen Monat hatten Eltern aus sechs Jahrgängen die Möglichkeit, anzugeben, ob sie für ihr Kind ein Ganztagsschul-Angebot wünschen. Die Befragung geht auf einen Abend im Juli zurück, als der Ratssaal aus allen Nähten zu platzen drohte, weil eine Arbeitsgruppe zur Grundschullandschaft ihre verschiedenen Modelle zur Einführung von Ganztagsschulen vorstellte – damit verknüpft Vorschläge zu Schulschließungen. An diesem Abend verständigte sich die Arbeitsgruppe darauf, mit einer Befragung zu prüfen, ob es überhaupt einen Bedarf für Ganztagsschulen gibt.

Von Norman Reuter

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