Rückgang in der Polizeidirektion ist eine Momentaufnahme

Polizeidirektion Lüneburg: Zahl der Einbrüche gesunken

Die Zahl der Wohnungseinbrüche ist im März und April zurückgegangen.
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Die Zahl der Wohnungseinbrüche ist im März und April zurückgegangen.

Lüneburg/Uelzen – Die schrittweisen Lockerungen in Sachen Corona führen laut der Polizeidirektion Lüneburg zu einem unvorsichtigen Verhalten von Teilen der Bevölkerung.

Aufgrund vermehrter Öffnungen von Geschäften des Einzelhandels werde aktuell ein reger Publikumsverkehr in den Innenstädten festgestellt. So komme es zu einer quantitativen Steigerung des Einsatzaufkommens im Zusammenhang mit den Corona-Beschränkungen im Zuständigkeitsbereich der Polizeidirektion Lüneburg. Weiterhin sei das Durchsetzen der allgemeinen Beschränkungen mittlerweile mit deutlich intensiverem polizeilichen Einschreitverhalten verbunden.

Vermehrte Anrufe von Bürgern

Die Polizei im Nordosten Niedersachsens hat zudem in den vergangenen Tagen ein spürbar erhöhtes Anrufaufkommen der Bürger auf den Polizeidienststellen festgestellt, bei welchen Personen, Gruppen oder Geschäftsinhaber gemeldet werden, die sich nicht an die Auflagen des Infektionsschutzes halten. Polizeipräsident Thomas Ring appelliert an Bürger: „Die Situation ist nach wie vor ernst zu nehmen. Nur durch das umsichtige Verhalten aller konnten wir es in den vergangenen Wochen gemeinsam schaffen, die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen. Aber wir haben noch einen langen Weg vor uns und dürfen für unsere Gesundheit sowie die Gesundheit unserer Mitmenschen nicht nachlässig werden. Bitte befolgen Sie weiterhin die Auflagen der Infektionsschutzvorschriften und halten Sie Abstand. Das Fehlverhalten einzelner wird nicht toleriert und zieht Ordnungswidrigkeiten und auch Strafverfahren nach sich.“

Großteil der Menschen zeigt Verständnis

Im Allgemeinen tragen die Geschäfte weitgehend Sorge für die Einhaltung geltender Regelungen. Die große Mehrheit der Bevölkerung halte sich an die Abstandsregelungen. „Bei dem Großteil der Bevölkerung sind die Akzeptanz und das Verständnis für die polizeilichen Maßnahmen weiterhin vorhanden, wofür ich mich recht herzlich bedanken möchte. Lassen Sie uns gemeinsam dafür Sorge tragen, die Ausbreitung des Virus auch zukünftig einzudämmen. Bleiben Sie zuhause, so oft es geht!“ fast Ring zusammen.

Rückgang der Einbrüche

Gleichzeitig lässt sich im Zuständigkeitsbereich der Polizeidirektion Lüneburg für die Monate März und April ein Rückgang der Straftaten um rund ein Viertel im Vergleich zum Vorjahr verzeichnen. Die Wohnungseinbruchszahlen fallen für den Zuständigkeitsbereich der Polizeidirektion Lüneburg um rund 40 Prozent niedriger als im Vergleichszeitraum 2019 aus. Ein Anstieg der Fallzahlen im Bereich der „häuslichen Gewalt“ im Zuständigkeitsbereich der Polizeidirektion Lüneburg ist bisher nicht festzustellen, sie sind sogar mit etwa zehn Prozent leicht rückläufig.

Alle Entwicklungstendenzen müssen jedoch laut Polizei unter den bekannten Schwankungen der sogenannten Eingangsstatistik gesehen werden und unterliegen verschiedenen Einflussfaktoren. Sie können deshalb lediglich eine Momentaufnahme widerspiegeln und lassen keine endgültigen Rückschlüsse zu.

Gängige Maschen werden angepasst

In anderen Bereichen passen die Täter ihre Machenschaften der Corona-Pandemie an. Betrüger versuchen schamlos aus der Verunsicherung und den Ängsten rund um das Thema Corona Profit zu schlagen. Sie haben gängige Betrugsmaschen angepasst und nutzen die mediale Aufmerksamkeit, um damit Geld zu machen.

Neben Fakeshops, die unter anderem Atemschutzmasken und Desinfektionsmittel anbieten, werden auch diverse Spam- und Phishingmails versandt. Falsche Polizisten oder falsche Mitarbeiter des Gesundheitsamtes versuchen mit dem Vorwand eines Corona-Schnelltests in Häuser und Wohnungen zu kommen. Auch mit dem Enkeltrick versuchen es die Täter immer wieder..

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