Vor Wut...

. . . hätte er am liebsten ins Lenkrad gebissen: Als Uhlenköper gestern Morgen auf dem Weg zur Arbeit war, ging er in Gedanken schon mal – so wie jeden Morgen – den kommenden Tag durch. Welche Termine anstehen, welche Aufgaben zu erledigen sind – diese Gedanken gehören dazu.

Aber auch die Frage „Was esse ich heute Mittag eigentlich?“ sprang ihn plötzlich an und gleichzeitig hatte er ein Bild in seinem Kopf: seine grüne Brotdose, in der Küche auf dem Tresen liegend, gefüllt mit leckeren Schnittchen, die er sich extra noch geschmiert hatte. In aller Eile, wie auch so oft. Aber gestern hatte er sie nun zu Hause vergessen! Und schon im Auto knurrte ihm unwillkürlich der Magen. Uhlenköpers Laune verfinsterte sich von Kilometer zu Kilometer, den er zurücklegte. Und einen ganz kurzen Moment lang dachte er: Dreh um und hol’ deine Brote! Um sich gleich darauf zur Ordnung zu rufen: Vergiss es, du bist eh spät dran. . . Also fuhr er weiter. Schlecht gelaunt. Und schon ein bisschen hungrig. Was seine Laune nicht besserte. Als das Wichtigste im Büro erledigt war, düste unser Mann bei erstbester Gelegenheit los und kaufte schnell ein, damit er zum Mittag nicht darben musste. Und für den Abend, redete er sich gut zu, hatte er dann ja immer noch seine Schnittchen, die zu Hause auf ihn warteten. Und an seinem Zeitmanagement am Morgen will er auch arbeiten, schüttelte er gestern über sich selbst den Kopf, der Uhlenköper.

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