Radwege-Bau: Nur zwei neue Trassen in 2012 geplant

Die Wunschliste ist lang

Anwohner forderten im Oktober im Stadt-Ausschuss einen Radweg für Hansen-Kl. Süstedt – bislang vergeblich. Archivfoto: tm

Uelzen. Eine schwer verletzte Radfahrerin zwischen Hansen und Klein Süstedt, bedrohlich enge Überholmanöver zwischen Ellerndorf und Brockhöfe, wenn die B 71 wegen Schießübungen von Rheinmetall gesperrt ist, ebenso gefährliche Situationen für Zweiradfahrer zwischen Suderburger Kreisel und Stadensen – der Radwegebau im Landkreis Uelzen hängt nach Einschätzung der SPD-Fraktion weit hinter dem aktuellen Bedarf zurück.

Deshalb beantragten die Sozialdemokraten die Verwendung von Mitteln aus den stationären Radaranlagen vor – beides lehnte der zuständige Ausschuss für Planung und Straßenbau ab.

Baudezernent Frank Peters verwies darauf, dass sich der Landkreis im Entschuldungsvertrag mit dem Land Niedersachsen verpflichtet habe, das Geld aus den Blitzer-Einnahmen für die Sanierung des Haushaltes einzusetzen. Stattdessen solle man sich vielmehr auf das Radwegeprogramm konzentrieren und „überlegen, dort eventuell etwas aufzustocken“, formulierte er betont vorsichtig.

Dieses Programm sieht jährlich 100 000 Euro für den Radwege-Neubau vor – vorausgesetzt, die betroffenen Gemeinden beteiligen sich mit demselben Betrag. Aus den Vorjahren bis 2012 hat die Stadt über 400 000 Euro angespart, Ebstorf legt nochmal den gleichen Betrag drauf – so kann in diesem Jahr der Radweg Ebstorf-Vinstedt gebaut werden.

Auch von Suderburg zur Bundesstraße 4 wird es in diesem Jahr einen neuen Radweg geben – allerdings aus einem anderen Topf: Für die Ortsdurchfahrt Suderburg werden in 2012 und 2013 insgesamt rund drei Millionen Euro verbaut, „darin enthalten ist auch dieser Radweg“, so Peters.

Von Thomas Mitzlaff

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