Wort zum Sonntag

Aufbruch ohne Zusammenbruch

Rund neun Millionen Menschen leiden an einem Burn-out-Syndrom, schätzen Experten der Krankenkassen. Inzwischen kommt die „Managerkrankheit“ in fast allen Berufsgruppen vor und auch stark ehrenamtlich Engagierte sind davon betroffen.

Interessant ist, dass es vor allem die trifft, die zu viel Zeit und Kraft investieren, Menschen mit hohen Ansprüchen, aber auch die Hilfsbereiten, die nicht Nein sagen und diejenigen, die versuchen, es allen recht zu machen.

Anfangs fühlt man sich immer öfter erschöpft, dann folgen Frustrationen, je nach Typ nimmt depressives oder aggressives Verhalten zu und gesundheitliche Defizite werden immer offensichtlicher. Am Ende geht nichts mehr. Das Gefühl, versagt zu haben, nicht mehr weiter zu können, Schlafstörungen und innere Unruhe gehen einher mit körperlichen Symptomen. Ist man da einmal tiefer hineingeraten, benötigt man die Hilfe und Unterstützung von Fachleuten. Doch so weit muss es erst gar nicht kommen. Ein Burnout lässt sich vermeiden. Dazu muss man die eigene Persönlichkeit kennen und sich annehmen – auch mit den eigenen Grenzen. Christen haben darüber hinaus aber noch zusätzlich einen Faktor, der ihnen helfen kann: Gott, den allmächtigen Schöpfer des Universums, der auch gleichzeitig ein liebevoller und fürsorglicher Vater sein will. In seinen Augen sind wir wertvoll, auch wenn wir nichts leisten können. Und so lautet die Frage: Welche Rolle lassen wir Gott in unserem Leben spielen? Vertrauen wir ihm und seinem Urteil über uns?! Dann würde unser Sinn und Wert nicht mehr in erster Linie von unseren beruflichen Leistungen oder privaten Erfolgen abhängen. Misserfolge und Rückschläge müssen uns nicht ausbrennen lassen. Die Bibel ermutigt uns, uns an Gott zu wenden, indem sie sagt: „Herr, mein Gott, ich schrie zu dir um Hilfe, und du hast mich wieder gesund gemacht.“(Psalm 30,3).

Das gilt für alle Menschen, aber eben besonders für solche, die die nächste Strecke des Weges nur mit einigem Grauen vor sich sehen können. Das Thema „Aufbruch ohne Zusammenbruch“ werden wir an diesem Wochenende (11. bis 13. Oktober) durch Vorträge von Peter Prothero aus London vertiefen.

Marco Kirchner ist Pastor des Christus Zentrums Uelzen.

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