Gespräche zur Nutzung der ehemaligen Kaufhalle „keine Luftblasen“

„Woolworth hat Interesse“

+
Wie Sandra Seidl von der Kaufhaus-Kette Woolworth gestern Mittag auf AZ-Nachfrage bestätigte, „hat Woolworth Interesse am Standort Uelzen“.

Uelzen. Die seit neun Jahren brachliegende Kaufhalle erwacht vielleicht noch in diesem Jahr zu neuem Leben. Wie Sandra Seidl von der Kaufhaus-Kette Woolworth gestern Mittag auf AZ-Nachfrage bestätigte, „hat Woolworth Interesse am Standort Uelzen“.

Das traditionsreiche Unternehmen stehe nach Auskunft der Pressebeauftragten in „Verhandlungen – und diese befinden sich eher in der finalen als in der Anfangsphase“. Verhandlungspartner von Woolworth dürfte nach Informationen der AZ die Firma Rosco sein, die sich auf die „Immobilienentwicklung von der ersten Idee bis zum Betrieb“ spezialisiert hat. Rosco hat seinen Hauptsitz im hessischen Bad Hersfeld und ist auch federführender Investor beim derzeitigen Bau der C & A-Immobilie in der Gudesstraße.

Uelzens Baudezernent Karsten Scheele-Krogull sprach im Zusammenhang mit dem Investor von einem „sehr ernsthaften Interesse“. Die derzeit laufenden Gespräche seien „keine Luftblasen“. Scheele-Krogull nahm mit dieser Aussage Bezug auf das bereits „vor vier bis fünf Jahren von Woolworth an einem Standort in Uelzen angemeldete und dann doch geplatzte Interesse“. Der Baudezernent ist überzeugt, dass „wir derzeit deutlich weiter sind als wir je waren“.

Fakt ist, dass das im Jahr 1879 von Frankin Winfield Woolworth im US-Bundesstaat Pennsylvania gegründete Kaufhaus aktuell auf Expansionskurs ist. Alleine im kommenden Mai wird Woolworth deutschlandweit acht neue Kaufhäuser eröffnen – mit Meppen und Pinneberg zwei in Norddeutschland. Im Jahr 2009 stand die Kaufhaus-Kette wesentlich schlechter da und musste Insolvenz anmelden. Doch „neue Eigentümer und ein innovatives Konzept brachten neuen Schwung“, heißt es in einem Auszug aus der Firmengeschichte.

Die seit neun Jahren brachliegende Kaufhalle erwacht vielleicht noch in diesem Jahr zu neuem Leben.

Und: Das Unternehmen sucht auf seiner Homepage offensiv „Verkäufer in Uelzen“. Tenor: „Wir bieten ihnen einen interessanten und zukunftsorientierten Arbeitsplatz.“ Dass dieser in der ehemaligen Kaufhalle liegen könnte, ist durchaus realistisch. Denn: Woolworth wirbt um „Verkaufsflächen zwischen 1000 und 2000 Quadratmetern in gut frequentierten Einkaufslagen in Städten ab 30 000 Einwohnern“. Die Kaufhalle bietet im Keller- und Erdgeschoss insgesamt Verkaufsflächen von 1700 Quadrametern. In den beiden oberen Stockwerken befinden sich nochmals 1800 Quadratmetern Nutzfläche. Diese wurden früher als Lager- und Büroräume belegt.

„Wir als Stadt würden es sehr begrüßen, wenn Woolworth nach Uelzen kommt. Wir bieten gerne unsere Hilfestellung an“, streckte Karsten Scheele-Krogull gestern schon einmal symbolisch die kommunale Hand aus.

Von Andreas Becker

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare