Nach Bürgerinfo zu Grundschulreform: Politik will jetzt doch Betroffene fragen

Und was wollen die Eltern?

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Protest mit Hilfe der Kinder – auf vielfältige Weise

Uelzen. „Kleinere Schulen, bessere Bildung“ – „Für unsere Grundschule Veerßen“, steht auf einem anderen Transparent. Darauf die Handabdrücke von Marie, Felix und vielen anderen. Der Ratssaal platzt gestern Abend aus allen Nähten.

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Es ist die erste direkte Begegnung der Arbeitsgruppe „Grundschulentwicklung“ mit dem geballten Elternwillen. Manche sitzen auf dem Flur, andere müssen stehen. Doch sie harren aus. Denn sie kämpfen für mehr als nur ihre Grundschulen: Sie kämpfen für die Lebensqualität auf ihren Dörfern. Zwar ist noch völlig offen, wie die Grundschullandschaft in Uelzen künftig aussehen wird, ob es Schulschließungen gibt. Aber eines haben die Mütter und Väter gestern Abend erreicht: Sie sollen jetzt doch gefragt werden.

Das sagen unsere Leser:

Geht es noch dreister?

Warum diese Eile?

Spart nicht an den Kindern!

Es geht hier um Kinder!

Es geht nur um Geld und Zahlen

Lebendige Schule mit stimmigem Konzept

Lasst uns unsere heile Welt!

Der Leiter der Arbeitsgruppe und Schuldezernent Jürgen Markwardt spricht zunächst von Fairness, die solch eine Debatte beinhalten sollte, von Varianten und schließlich dem zentralen Ziel, das man mit einer Grundschulreform verfolge, wenn die Politik denn da mitspielt: „Wir wollen ein kostenloses Ganztags-Grundschulangebot für unsere Stadt.“

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Auch unsere Redakteure haben einen Kommentar zu den möglichen Schließungen geschrieben. Chefredakteur Thomas Mitzlaff fragt sich, ob alle Protagonisten noch empfänglich für Argumente sind und kritisiert den Umstand, wie Kommunalpolitik und Verwaltung mit den Menschen ihrer Stadt umgehen. Außerdem ist Diane Baatani der Meinung, dass die Entscheidungen über Schulbildung nicht zum Testballon und somit wieder zu Beispielen für die Selbstdarstellung von Parteien werden dürfen.

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