Von Woche zu Woche

Gemeinsame Umbauphase

Eine Großbaustelle im Stadtzentrum – und gleichzeitig die Erhöhung der Kurbeiträge für die Gäste und eine Umstrukturierung der Fremdenverkehrsabgabe für die Vermieter: Ein komplizierter Start in die Tourismus-Saison 2014 steht Bad Bevensen bevor.

Doch anstatt sich der Angst hinzugeben, Gäste könnten wegen des geplanten Kurhaus-Neubaus und den steigenden Kurbeiträgen ein anderes Urlaubsziel wählen, sollte Bad Bevensen nach vorn blicken und die Baustellen als Chance sehen, sich neu zu erfinden – anstatt Altem hinterher zu trauern.

Die Bad Bevensen Marketing GmbH (BBM) geht gezwungener Maßen voran – und zwar zunächst aus ganz pragmatischer Sicht. Denn läuft alles nach Plan, stehen die Veranstalter ab 2014 ohne Kurhausbühne da.

Das neue Gebäude soll erst 2015 fertig sein. Alternativ wird für die Bauzeit ein Zelt aufgestellt, neue Orte werden für Schauspiel und Musik erobert.

Läuft alles wie gedacht, könnte diese Übergangszeit das Image der Kurstadt sogar weiter entstauben: Ein Tanzabend im Zelt, als besonderes Erlebnis für Gäste, oder ein Open-Air-Konzert im Kurpark mit Lichtershow... Dass Ungewöhnliches ankommt, haben die Klassik-Open-Air-Konzerte der beiden vergangenen Sommer in Bad Bevensen gezeigt.

Auch langfristigere Marketing-Aktionen werden angeschoben: Die Therme wird ausgebaut, Bad Bevensen als Gesundheitsstandort soll mit Slow-Tourism und anderen Angeboten an Gesicht gewinnen. Dieses Mehr an Facetten macht dann Minuspunkte vielleicht wieder wett – so die Hoffnung.

Gelingen kann die Umbauphase nur, wenn gemeinsam an ihr gearbeitet wird.

Dabei spielt nicht in erster Linie die Marke „Kurhaus“ eine Rolle, sondern die Marke „Bad Bevensen“ und es liegt an den Bad Bevensern, etwas aus dieser Möglichkeit zu machen. Wenn die lokalen Akteure einer Stadt nicht hinter ihr stehen, wie sollen es dann Gäste tun?

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