Von Woche zu Woche

Volle Transparenz beim Sparkurs

Ob zwanghaftes Sparen oder guter Wille: Im gesamten Landkreis Uelzen werden die Ausgaben der Kommunen auf den Prüfstand gestellt. Sparen, wo es nur geht, ist angesagt. Die einen müssen, die anderen wollen.

Zukunftsverträge und Entschuldungshilfen verpflichten schließlich dazu, mit dem Geld wirtschaftlich umzugehen. Doch Vorsicht: Sparen um jeden Preis hat durchaus seine Schattenseiten. Schließlich müssen Straßen unterhalten werden und die Kommunen ihrer Verkehrssicherungspflicht nachkommen. Führt der drastische Sparkurs vielleicht sogar dazu, dass erste Gemeindeverbindungswege bald nur noch auf eigene Gefahr genutzt werden können, wie es so schön heißt? In der jetzigen Situation zeigt sich auch, wie die Kommunen bisher gewirtschaftet haben. Eine ausgiebige Infrastruktur verursacht auch ausgiebige Kosten. Oder anders ausgedrückt: Wer sich ein teures Auto kauft, der muss einkalkulieren, dass Ersatzteile eben auch sehr viel Geld kosten. Das Problem des Sparkurses geht leider nicht am Bürger vorbei. Um Steuererhöhungen kommen die wenigsten Kommunen herum. Die Bürger müssen mehr zahlen und bekommen weniger, weil Baumaßnahmen geschoben oder gestrichen werden. Und das Geld aus dem Zukunftsvertrag stammt schließlich auch aus Steuergeldern. Externe Berater sollen beispielsweise in der Samtgemeinde Bevensen-Ebstorf Sachlichkeit in die Spardiskussion bringen. Keine schlechte Idee – kostet aber eben auch Geld. Geld, das an anderer Stelle wieder eingespart werden muss. Ein Teufelskreis. Um so wichtiger also, die Bürger nun mitzunehmen und möglichst einzubinden. Transparenz ist nun extrem wichtig, alle Zahlen, Daten und Fakten müssen auf den Tisch und der Blick in die Zukunft gerichtet werden. Gegenseitige Schuldzuweisungen der Kommunalpolitik helfen in der aktuellen Situation nicht weiter.

Rubriklistenbild: © Philipp Schulze / phs-foto.de

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