Klimaschutzkonzept: Wenige Vertreter von Uelzener Unternehmen beraten über Netzwerkarbeit

Wirtschaft lässt auf sich warten

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Ein Blockheizkraftwerk für ein größeres Zentrum – nach dem Klimaschutzkonzept sollen weitere Wärmeinseln in der Stadt Uelzen initiiert werden.

Uelzen. Das Klimaschutzkonzept für die Stadt Uelzen geht in die heiße Phase, doch die Öffentlichkeit lässt es offenbar noch unberührt: Politik, Wirtschaft, Schule, Verwaltung und weitere Interessierte konnten die Maßnahmen zur Verbesserung des Klimaschutzes entscheidend mit beeinflussen.

Das zuständige Büro für Kommunikative Stadt- und Regionalentwicklung (KoRiS) hatte Vertreter aller größeren örtlichen Unternehmen zum Uelzener Wirtschaftstreffen am Dienstagabend eingeladen. Die Gelegenheit kurz vor dem Abschluss des Konzepts nahmen lediglich rund zehn Personen aus dem Landkreis Uelzen wahr.

Am 29. April will das Hannoversche Büro das Ergebnis zum künftigen Energieverbrauch im Bauausschuss präsentieren. Sollte der Rat das Klimaschutzkonzept beschließen, wäre dann die Verwaltung am Zuge, eine Umsetzung der einzelnen Maßnahmen zu organisieren.

Hans-Joachim Klisch von Gerald Peters Rohrleitungsbau und Hartmut Dreyer von der Firma Elmess schlugen beim Wirtschaftstreffen im Gespräch mit KoRiS und der Stadt Uelzen vor, zu ermitteln, wo Abwärme produziert wird und wer diese nutzen könnte. Ein Konzept für eine Zusammenarbeit in diesem Bereich lag bislang nicht vor, berichtete KoRiS-Mitarbeiterin Anna-Sophie Wurr. Künftig sollten Firmen und andere Institutionen miteinander vernetzt werden können, erklärten die Beteiligten.

Sie erläuterten ihre Erfahrungen mit Blockheizkraftwerken und Anlagen zur Energiespeicherung. „Der Landkreis Uelzen ist ein absolutes Unwissenheitsland“, sagte Dreyer. Daher hält er es für sinnvoll, dass Unternehmen „sich hinstellen und sagen, ,so kann das aussehen’“. Er ist überzeugt, dass es auch über die Stadtgrenzen hinaus möglich wäre, „relativ kostengünstig“ ein Nahwärmenetz zu betreiben.

In dem Zusammenhang stellte auch Jörn Packmohr aus Wrestedt 100-Kilowatt-Pelletanlagen in Überseecontainern vor, die seine Firma zum Beispiel gerade erst für ein Wohnprojekt in Passau gebaut hat. Diese Heizungsanlagen könnten ohne Baugenehmigung mehrere Wohneinheiten versorgen. Diese Idee nahm KoRiS mit als „gutes Beispiel“ auf. In der Rubrik führt das Entwicklungsbüro auch schon ein Pilot-Projekt der Firma C. Hasse & Sohn auf, bei dem Flachdächer mit einem Material abgedichtet werden, das Kohlenstoffdioxid abbauen soll. KoRiS nahm außerdem den Vorschlag mit auf, die Lüneburger Leuphana Universität in die Erforschung bestimmter Themen einzubeziehen, berichtete Anna-Sophie Wurr.

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