Neuer UWG-Kreisverband fordert niedrige Umlage und bessere Anbindung

HVV-Vollmitglied ab 2016?

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Neuer UWG-Kreisverband fordert niedrige Umlage und bessere Anbindung für den Landkreis Uelzen.

Uelzen/Landkreis. Die Unabhängige Wählergemeinschaft (UWG) im Landkreis stellt sich breiter auf. Durch die Arbeit in einem Kreisverband will die Gemeinschaft Mitglieder gewinnen, neue Themen besetzen und auch in Regionen vertreten sein, die bislang noch bei der UWG als „weiße Flecken“ gelten.

Wie der zum Vorsitzenden des Kreisverbandes gewählte Klaus-Georg Franke – er sitzt für die UWG auch im Kreistag – sagt, habe die Entscheidung auch einen pragmatischen Grund: Mit einer kreisweiten Organisation ließen sich Spenden einwerben und die Finanzen der UWG besser händeln.

Vorrang habe aber die inhaltliche Arbeit, erklärt Franke. Bereits bei der konstituierenden Sitzung des Kreisverbandes seien Schwerpunkte herausgearbeitet worden. Die UWG werde sich für eine zeitnahe Vollmitgliedschaft des Landkreises Uelzen im Hamburger Verkehrsverbund stark machen. Für die Wählergemeinschaft, die nun die dritte Legislaturperiode im Kreistag sitze, sei dies schon immer eine zentrale Forderung gewesen. Nun biete die in 2016 nötige Ausschreibung des öffentlichen Nahverkehrs die Gelegenheit, eine Vollmitgliedschaft auf den Weg zu bringen, so Klaus-Georg Franke. Mit den bislang zur Verfügung stehenden Mitteln für den Busverkehr, für die Schülerbeförderung und für den Entdeckerbus im Kreis müsse sich ein Konzept erarbeiten lassen, das auch die Vollmitgliedschaft im HVV berücksichtige.

Des Weiteren setze sich die UWG für eine niedrige Kreisumlage ein. Uelzen habe mit 55 Prozentpunkten eine der höchsten Kreisumlagen im Land. „Die Kommunen ächzen unter der Last der jährlichen Abgaben“, sagt der Kreisverbandsvorsitzende. Dass die UWG-Mitglieder für ihren Vorschlag, mit Hilfe eines Kredites die kommunale Belastung verringern zu wollen, Schelte kassieren, sei nicht einsehbar. „Wenn wir zum Ende 2014 als Kreis schuldenfrei sind, haben wir uns zu Fragen, was wir für die Kommunen tun können“, verteidigt Franke den Vorstoß, für den die UWG im Kreistag Hohn erntete (AZ berichtete). Noch kann der Vorsitzende für den Kreisverband keine Mitgliedszahlen nennen. Bis zum Jahresende seien Vertreter der Wählergemeinschaft, Interessierte und UWG-Ratsherren aufgerufen, sich beim Kreisverband zu melden, der bereits über einen Vorstand verfügt. Ihm gehören neben Franke als Vorsitzender Heiko Senking aus Ebstorf als stellvertretender Vorsitzender an. Zum Schriftführer und Kassenwart wurde der Ebstorfer Ratsherr Jens Ziegler gewählt. Als Beisitzer im Gremium vertreten sind der Uelzener Ratsherr Joachim Delekat, Ebstorfs Bürgermeister Uwe Beecken, der Kreistagsabgeordnete Alfred Meyer sowie die Ebstorfer Ratsherren Rolf-Dieter Lüllau und Dieter Gade und die Mitglieder des Samtgemeinderates Bevensen-Ebstorf Dr. Johann-Henrich Vietor und Gerd Ludolfs sowie die Vorsitzende der Unternehmerfrauen im Handwerk, Petra Meyn.

Von Norman Reuter

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