Stellenstreichungen der Bundesanstalt für Arbeit: Befristete Verträge laufen aus

„Es wird niemand entlassen“

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Bei der Agentur für Arbeit in Uelzen muss niemand um seinen Arbeitsplatz bangen.

Uelzen. Nicht nur, dass der Hauptsitz der Agentur für Arbeit nach Lüneburg verlegt wird, nun sorgt Frank-Jürgen Weise, Vorsitzender des Vorstandes der Bundesagentur für Arbeit (BA) für Verunsicherung.

Er kündigte in einem Interview mit der Financial Times Deutschland an, dass die Agentur bundesweit 17 000 Stellen streichen wolle.

Christine Karstens, stellvertretende Leiterin der Agentur Uelzen, betont, dass sich niemand der Mitarbeiter in Uelzen Sorgen machen muss: „Es wird niemand entlassen.“ Und auch das Jobcenter bleibt im nächsten Jahr vor Ort.

Es kann allerdings passieren, so die stellvertretende Leiterin, dass befristete Verträge nicht mehr verlängert werden. „Zur Zeit der Wirtschaftskrise haben wir befristete Verträge abgeschlossen. Das Personal passt sich den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen an.“ Bei der Agentur für Arbeit läuft es eben antizyklisch: In Zeiten der Krise werden mehr Mitarbeiter gebraucht, läuft die Wirtschaft gut, dann werden weniger benötigt. Grund für die Stellenstreichungen sind die sinkenden Zahlen der Arbeitslosen.

Die organisatorische Zusammenlegung der Agenturen Uelzen und Lüneburg erfolgt im Herbst 2012. „Das Uelzener Personal, das Dienstleistungen erbringt, bleibt vor Ort“, verspricht Karstens.

Außerdem werden künftig auch die Kommunen eingreifen. Im benachbarten Heidekreis beispielsweise wird das Thema Hartz IV nicht mehr von der Agentur für Arbeit bearbeitet. Bundesweit fallen deswegen rund 4000 Stellen weg und gehen an die Kommunen.

Neueinstellungen und Kräfte mit befristeten Verträgen wird es aktuell nicht geben. „Das bedeutet allerdings nicht, dass wir nicht ausbilden“, betont die stellvertretende Leiterin der Uelzener Arbeitsagentur.

Und sollte es erneut zu einer Krise kommen, sieht Karstens die Agentur für Arbeit gewappnet: „Wir können schnell reagieren.“

Von Jörn Nolting

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