Stadt und Landkreis derzeit uneins über Zukunft des Altbaus

Uelzen: Was wird aus dem alten Kreishaus?

Das neue Kreishaus entsteht an der Albrecht-Thaer-Straße. 2022 soll der Neubau fertiggestellt sein...
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Das neue Kreishaus entsteht an der Albrecht-Thaer-Straße. 2022 soll der Neubau fertiggestellt sein...

Uelzen – Die Tage des alten Kreishauses sind gezählt: Schon im Sommer 2022 soll das neue Gebäude der Kreisverwaltung an der Albrecht-Thaer-Straße fertiggestellt sein (AZ berichtete).

Doch was wird aus dem Altbau, der aus dem Jahr 1954 stammt und inzwischen sanierungsbedürftig ist? Da gehen die Meinungen zwischen Stadtverwaltung und Landkreis derzeit offenbar auseinander.

...und damit den Altbau aus dem Jahr 1954 ablösen, dessen Zukunft ungewiss ist.

Während die Stadt bereits fleißig Pläne für die Zeit danach schmiedet, gibt sich die Kreisverwaltung aktuell noch bedeckt. Die Stadt Uelzen wird im Juni den Antrag stellen, mit einem vergrößerten Fördergebiet in das Städtebauprogramm „Lebendige Zentren“ aufgenommen zu werden. Wichtiger neuer Bestandteil: die Ilmenau-Aue. Das jetzige Areal des Kreishauses schließt direkt daran an und wäre ein bedeutendes Element des neuen Konzepts. In einer aktuellen Vorlage der Stadtverwaltung Uelzen heißt es entsprechend mit Blick auf das alte Kreishaus: „...Die Umnutzung des Gebäudebestandes ist aufgrund des Sanierungszustands und Grundrisses nicht zweckmäßig, sodass ein Rückbau zweckmäßig erscheint...“ Die Stadt empfiehlt also den Abriss des Altbaus.

Davon will man beim Landkreis Uelzen im Moment nichts wissen: „Seitens des Landkreises gibt es derzeit noch keine konkreten Planungen, was mit dem Kreishaus, beziehungsweise dem Kreishaus-Gelände, nach dem Umzug der Belegschaft in das neue Kreishaus geschehen soll“, erklärt Kreis-Pressesprecher Martin Theine. Man habe sich diesbezüglich noch keine Gedanken gemacht: „Erst einmal steht die Fertigstellung des Neubaus im Vordergrund.“

Sandy Naake von der Pressestelle der Stadt hält fest: „Die Planungen für den Rückbau des Kreishauses und eine Nachnutzung des Areals liegen grundsätzlich in der Verantwortung des Landkreises.“

Weil die Fläche des Kreishauses für die Entwicklung der Uelzener Innenstadt eine wichtige Rolle spiele, habe die Hansestadt Uelzen diesen Bereich in die Erweiterung des bestehenden Fördergebiets „Uelzen-Innenstadt“ integriert.

Naake weiter: „Sofern das Land Niedersachsen die Hansestadt Uelzen mit dem erweiterten Fördergebiet in das Städteförderbauprogramm Lebendige Zentren im kommenden Jahr aufnimmt, hätte der Landkreis damit die Möglichkeit, Zuschüsse für den Rückbau und die Neuordnung des Kreishausareals zu erhalten.“

Das Programm ist dem Landkreis nach eigenem Bekunden noch nicht bekannt. Insofern werden die Detailplanungen für die Aufwertung der Ilmenau-Aue noch auf sich warten lassen.

VON MICHAEL MICHALZIK

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