Kulturkreis schlägt Alarm: Geplante Mietpreiserhöhung könnte Einschnitte im Programm nach sich ziehen

„Wir pfeifen aus dem letzten Loch“

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Musik, Akrobatik und Comedy: Rund 60 Veranstaltungen finden jährlich im Theater an der Ilmenau statt, 30 entfielen 2013 allein auf den Kulturkreis. Sollte der Mietpreis erhöht werden, befürchtet dessen Vorsitzende, Ute Lange-Brachmann, dass der Verein künftig weniger Veranstaltungen durchführen kann.

Uelzen. „Wir pfeifen aus dem letzten Loch. “ Ute Lange-Brachmann, Vorsitzende des Kulturkreises Uelzen, findet deutliche Worte für die finanzielle Situation des Vereins.

Verschärft würde die Lage nun noch durch die geplante Mitpreiserhöhung für die Hauptbühne des Theaters an der Ilmenau, über die die Mitglieder des Kulturausschusses morgen Abend diskutieren.

Vorgesehen ist, dass gewerbliche Mieter statt der bisherigen 1 000 künftig 1 200 Euro für die komplette Hauptbühne mitsamt Bühnenraum zahlen. Gemeinnützige Mieter würden mit 600 Euro und somit mit 100 Euro mehr zur Rechnung gebeten. Die Stadtverwaltung führt an, dass das Theater mit 1 000 Euro netto in weitem Umkreis – von Lingen bis Peine, von Stade bis Nordhorn – derzeit die geringste Miete für gewerbliche Veranstalter erhebe. Die meisten lägen deutlich höher.

Doch für den Kulturkreis als gemeinnützigen Mieter, der diese Kosten für die Künstler übernimmt, befürchtet Lange-Brachmann ernsthafte Konsequenzen. Konkret: Die Zahl der Veranstaltungen müsste zurückgeschraubt werden – und das in Zeiten, in denen die klassische Kultur gerade im ländlichen Raum ohnehin schon „unterzugehen“ drohe. [...]

Von Anna Petersen

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