Am 1. März

Fachkräfte-Einwanderungsgesetz kommt: „Wir brauchen die Säule Zuwanderung“

Uelzen/Landkreis – Unternehmen in ganz Deutschland suchen händeringend nach Fachkräften – so auch in Uelzen (AZ berichtete). Um dies zu ändern, tritt am 1. März das Fachkräfte-Einwanderungsgesetz (FKEG) in Kraft.

Damit soll die Einreise von Fachkräften aus Drittstaaten außerhalb der EU geregelt werden. „Wir werden internationaler“, sagt Kerstin Kuechler-Kakoschke von der Agentur für Arbeit.

Das Gesetz soll den Zuzug zur Erwerbsmigration, also zur Ausübung einer abhängigen Beschäftigung, zum einen und den Zuzug in Beschäftigungen, für die hier eine duale oder schulische Ausbildung erforderlich ist, zum anderen regeln. Hierunter fallen zum Beispiel Pflegekräfte.

Kerstin Kuechler-Kakoschke, Agentur für Arbeit

Um in Deutschland einreisen zu können, müssen die Fachkräfte aus Drittstaaten einen Arbeitsplatz hierzulande sowie die Vollanerkennung eines ausländischen Berufsabschlusses vorweisen können. Zur Beratung, ob ein Abschluss anerkannt werden kann, hat die Agentur für Arbeit in Bonn eine Servicestelle eingerichtet. „Auch die deutsche Sprache wird weiter eine Hürde sein“, sagt Kerstin Kuechler-Kakoschke. So müssen die Fachkräfte in ihrem Heimatland mindestens das Sprachniveau B1 erreicht haben.

Sorgen um den eigenen Arbeitsplatz müsse sich aber niemand machen. „Niemand, der hierher migriert, nimmt irgendwem den Arbeitsplatz weg“, beruhigt Andreas Rösler, Geschäftsführer des Jobcenters im Landkreis. Und Kuechler-Kakoschke ergänzt: „Es werden neue Berufe und neue Arbeitsplätze entstehen. Wir brauchen die Säule Zuwanderung.“

Denn Fachkräfte seien auch in Uelzen Mangelware: 2019 kamen im Landkreis etwa in der Altenpflege nur 0,4 Arbeitslose auf eine freie Stelle, in den Elektroberufen sogar nur 0,2 Arbeitslose.  dab

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