Straßenmeisterei in zwei Schichten im Einsatz / Appell an Autofahrer für mehr Rücksichtnahme

Für den Winter gewappnet

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Nach jedem Einsatz müssen die Streufahrzeuge vom aggressiven Salz gereinigt werden.

Uelzen. Vor zwei Jahren waren 220 000 Tonnen noch zu wenig, im vergangenen Winter reichten 70 000 Tonnen locker aus, und in diesem Winter hat die Niedersächsische Straßenbauverwaltung 150 000 Tonnen Streusalz für ihre 73 Kreisstraßenmeistereien vorgelagert – darunter auch die Uelzener.

In der Kreisstraßenmeisterei Uelzen-Süd in Holdenstedt lagern derzeit rund 350 Tonnen Salz, weitere 300 werden in den nächsten Tagen folgen. „Wir sind gut vorbereitet“, sagt Manuela Kapak-Wendt, Leiterin der Kreisstraßenmeisterei und gemeinsam mit ihrem 26 Mann starken Team zuständig für 320 Kilometer Landes- und Bundesstraßen im Kreis Uelzen.

Zwölf Einsätze sind die Uelzener in diesem Winter bereits gefahren. Und gerade die derzeitige Witterung fordert alle Kräfte, die im Zwei-Schichten-System auf den insgesamt acht Räum- und Streufahrzeugen unterwegs sind: Angetauter Schnee und dann wieder Frost, das sei „tückisch“, warnt Manuela Kapak-Wendt. „Am besten wäre trockenes und kaltes Wetter“, sagt sie, denn auf einer festen Schneedecke fahre es sich allemal besser als auf blankem Eis. Also: Eine schwarze, nasse Straße sei bedenklich, bei einer weißen Straße sei die Einsatzleiterin derweil „ganz entspannt“. Allerdings: Ab einer Temperatur von minus 15 Grad hilft auch das Streusalz nicht mehr – gegen die Kälte des Eises kann es dann nicht mehr antauen.

Von Ines Bräutigam

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