SPD will schnell neue Schule

Die SPD-Kreistagsfraktion will jetzt die Einrichtung einer Integrierten Gesamtschule (IGS) im Landkreis voranbringen.

Uelzen/Landkreis - Von Marc Rath. Die SPD-Kreistagsfraktion will jetzt die Einrichtung einer Integrierten Gesamtschule (IGS) im Landkreis voranbringen. „Der Kreistag des Landkreises Uelzen beauftragt die Kreisverwaltung, die Einrichtung einer IGS im Kreisgebiet zum schnellstmöglichen Zeitpunkt umzusetzen“, heißt es in dem am Dienstag eingereichten Antrag.

„Nicht nur die demografische Entwicklung und die notwendige Sicherstellung von Schulstandorten machen eine Veränderung und ein qualifizierteres Angebot im Landkreis Uelzen notwendig“, betont SPD-Fraktionschef Jacques Voigtländer. Er verweist zudem darauf, dass sich im aktuellen Schulgutachten mehr als die Hälfte aller befragten Eltern für die Einrichtung von integrierten Schulangeboten im Landkreis ausgesprochen hätten. „Eine IGS oder weitere könnten zudem dazu beitragen, bisherige ,unsichere’ Schulstandorte wieder für die Zukunft zu stabilisieren“, ist er überzeugt.

Mit der Einrichtung einer IGS (bis Klasse 10) möchte die SPD vordringlich aber eine von vielen Schülern und Eltern gewünschte längere gemeinsame Schulzeit ermöglichen, die Quote der Schulabbrecher senken und individuelle Stärken der Schüler fördern.

Beide Initiativen sollen jetzt zunächst im Schulausschuss beraten werden, der unmittelbar nach den Herbstferien am 28. Oktober tagen wird. Landrat Theodor Elster verweist darauf, dass für die Einrichtung einer IGS eine Elternbefragung notwendig sei, bei der ein konkreter Standort genannt werden müsse. Dieser sei in beiden Anträgen bislang jedoch nicht enthalten.

Der Vorsitzende der CDU-Kreistagsfraktion, Claus-Dieter Reese, wirft SPD und Grünen hingegen vor, mit ihren Initiativen „zur Verunsicherung vieler Eltern und Kommunalpolitiker im Landkreis“ beizutragen. Frühestens Ende Oktober werden die neuen Rahmenbedingungen für die Gründung neuer Gesamtschulen vom Kultusministerium vorgelegt. „Erst dann haben wir eine verbindliche Grundlage, auf der wir diskutieren können“, kritisiert Reese „die Schnellschüsse“ aus den Reihen von Rot und Grün. Zu diesem Zeitpunkt werde sich auch der Kreiselternrat gebildet haben. Auch dies will Reese abwarten: „Ohne die Elternschaft führen wir diese Diskussion nicht.“ Unterdessen hat die SPD-Stadtratsfraktion eine außerordentliche Sitzung des städtischen Schulausschusses im Oktober beantragt. Die Uelzener SPD fordert die Einrichtung einer IGS in der Kreisstadt möglichst bereits zum Schuljahr 2011/12 (AZ berichtete).

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