Aber: Die Stadt Uelzen kann keine geeignete Fläche in 1a-Lage anbieten

Aus sicherer Quelle: H&M will nach Uelzen

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Die Kaufhalle ist Uelzens Schandfleck Nummer 1 – dabei wäre dieses Gebäude gut geeignet für eine H&M-Filiale. Der schwedische Textil-Gigant hätte jedenfalls großes Interesse am Standort Uelzen.

Uelzen. Der schwedische Textil-Riese „H&M“ hat offenbar eines mit vielen anderen Unternehmen gemeinsam: Er würde gern eine Filiale in Uelzener 1a-Lage eröffnen, aber: Eine geeignete Ladenfläche dafür fehlt.

Uelzen. Der schwedische Textil-Riese „H&M“ hat offenbar eines mit vielen anderen Unternehmen gemeinsam: Er würde gern eine Filiale in Uelzener 1a-Lage eröffnen, aber: Eine geeignete Ladenfläche dafür fehlt. Dieses Dilemma spielte am Donnerstagabend eine große Rolle in der Diskussion des Ausschusses für Wirtschaftsförderung, Stadtentwicklung und Tourismus über Leerstände, Umsätze und Händlerwünsche.

„Uelzen ist interessant für Unternehmen“, stellte Uwe Schwenke, Vorsitzender des Uelzener Handelsvereins, fest, „und H&M möchte nach Uelzen, das weiß ich aus sicherer Quelle.“ Die Frage sei also, ob es nicht irgendwie gelingen könnte, einen oder mehrere Vermieter und Projektentwickler zusammenzubringen, um eine Lösung für dieses Problem zu finden. Schwenke schlug vor diesem Hintergrund vor, die Stadt möge ein Einzelhandelskonzept erarbeiten, damit das „Rumgewurschtel“ aufhöre.

Uelzens Bürgermeister Jürgen Markwardt betonte, dass man intensiv damit befasst sei, interessierten Unternehmen adäquate Räume anzubieten. Was den Fall H&M angehe, „da gibt es in Uelzen nur eine geeignete Immobilie, und über die haben wir heute Abend auch schon ganz oft gesprochen.“ Gemeint war die Kaufhalle.

Thema war das große Gebäude an der Lüneburger Straße, das seit mehr als zehn Jahren leer steht und im Besitz eines britischen Managements ist, allerdings in eher negativer Hinsicht: Neben der Baulücke des einstigen Café Harder könne man die Kaufhalle nur als „Schandfleck“ bezeichnen, waren sich sowohl Politik als auch Verwaltung und nicht zuletzt die gute Handvoll Zuhörer an diesem Abend einig.

Wenn aber große Immobilien fehlten, warf Silja Eichmann-Bartels (CDU) ein, könne man da nicht mehrere Hauseigentümer an einen Tisch holen und letztlich zwei oder drei kleine Gebäude zu einem größeren zusammenschließen? Bürgermeister Markwardt betonte, dass auch solche Gespräche regelmäßig geführt würden. Allerdings: Manchen Eigentümern in Uelzen sei offensichtlich schlichtweg nicht klar, dass Eigentum auch verpflichte. 

Von Ines Bräutigam

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