Flutopfer nach Dammbruch: Spenden sollen in die Altmark fließen

DRK will Fischbecker unterstützen

+
Nachdem der Deich bei Fischbeck gebrochen ist, strömten unvorstellbare Mengen an Wasser in das Innenland.

Uelzen/Landkreis. Die Bereitschaft der Bürger und Bürgerinnen aus dem Kreis Uelzen den Flutopfern zu helfen ist ungebrochen groß.

In Zahlen ausgedrückt: Bei der vom Deutschen Roten Kreuz und der AZ initiierten Spendenaktionen waren bis gestern Mittag 87 000 Euro zusammengekommen. Vielen Dank dafür!.

Unterdessen wird mit sinkendem Pegel der Elbe das Ausmaß der Zerstörung in den betroffenen Orten zunehmend deutlicher. Viele Familien haben ihr Hab und Gut verloren. Für den Einsatz der DRK- und AZ-Spenden führt Heinz Meierhoff, Geschäftsführer des DRK-Kreisverbandes Uelzen, momentan mit seinem Kollegen aus dem Kreis Stendal in der benachbarten Altmark Gespräche. „Angesichts der Nähe und der Zerstörung wird über eine gezielte Hilfe für Einwohner aus Fischbeck nachgedacht“, informiert Meierhoff. Zur Erinnerung: Vor gut zwei Wochen war nahe des Ortes Fischbeck der Elbdeich auf einer Länge von etwa 50 Metern gebrochen, die Wassermassen strömten ungehindert in den 450-Seelen-Ort. Schon wenige Stunden nach dem Dammbruch brachen erste Häuser zusammen. Einwohner mussten teils mit Schlauchbooten vor den Fluten gerettet werden. Mit einem spektakulären Manöver – drei Schuten wurden vor dem Durchbruch gesprengt – wurde in der vergangenen Woche versucht, das klaffende Loch zu schließen.

Heute, so berichtet Heinz Meierhoff, würden Bedienstete des Stendaler DRK-Kreisverbandes sich ein Bild von der Zerstörung in Fischbeck machen. „Damit erhalten wir konkrete Informationen über die Anzahl der Betroffenen und über die Schäden, sodass der Mitteleinsatz näher geplant werden kann“, so der DRK-Geschäftsführer.

Wer für die Flutopfer spenden möchte, kann dies bei der Sparkasse Uelzen/Lüchow-Dannenberg (Stichwort: DRK-Flutopferhilfe; Konto: 234000099; BLZ: 25850110) tun.

Von Norman Reuter

Einen weiteren Artikel zur Hochwasserhilfe lesen Sie am Dienstag in der AZ.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare