Antrag an Landrat: Bereits im Herbst soll sie starten

CDU will eine Realschule

Mathe-, Deutsch- oder Englischstunden – nach dem Willen der CDU sollen Jungen und Mädchen an einer Realschule in Uelzen unterrichtet werden.
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Mathe-, Deutsch- oder Englischstunden – nach dem Willen der CDU sollen Jungen und Mädchen an einer Realschule in Uelzen unterrichtet werden.

Uelzen/Landkreis – Die Christdemokraten im Uelzener Kreistag marschieren in der Debatte um die Uelzener Schullandschaft voran. Die Fraktion macht sich für den Aufbau einer Realschule in der Kreisstadt Uelzen zum nächsten Schuljahr stark.

Einen Antrag dazu hat die CDU-Fraktion jetzt an Uelzens Landrat Heiko Blume geschickt. Karsten Jäkel, schulpolitischer Sprecher der Christdemokraten, sagt gegenüber der AZ: „Uns geht es darum, den Elternwillen nach einer Realschule schnellstmöglich zu realisieren.“

Die CDU begründet ihren Schritt mit den Ergebnissen der Elternbefragung zur Schullandschaft (AZ berichtete). Die Befragung habe „eindeutig“ ergeben, dass der größte Teil der Eltern die Einführung einer Realschule in Uelzen bevorzugen würde, so die Christdemokraten in ihrem Antragsschreiben. Mit rund 68 Prozent für eine Realschule gegenüber 56 Prozent für eine Integrierte Gesamtschule (IGS) hätten sich zwölf Prozent der Eltern mehr für eine Realschule ausgesprochen.

Einstige Realschulen im Landkreis wurden im Zuge des Aufbaus von Oberschulen aufgelöst. So gibt es zwischen Bienenbüttel und Bad Bodenteich die Schulform nicht mehr. Landesweit gibt es nach Auskunft der Landesschulbehörde aktuell 98 reine Realschulen.

Die CDU will nicht nur eine Realschule im Herbst aufgebaut wissen, sie hält auch die eingerichtete Arbeitsgruppe zur Schullandschaft für nicht mehr nötig. Weitere Beratungen sollten im öffentlichen Schulausschuss geführt werden. Ihren Antrag schickte die CDU auch unmittelbar vor der Schulausschuss-Sitzung am heutigen Mittwoch los, in der über die Schullandschaft beraten werden soll.

Der Vorstoß der CDU- Fraktion zum jetzigen Zeitpunkt löst bei anderen Parteien im Kreistag heftige Kritik aus.

VON LARS LOHMANN UND NORMAN REUTER

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