Wildbret und Wildbienen

Aktionstag der Kreisjägerschaft Uelzen auf dem Herzogenplatz

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Löcher für die Wildbiene beim Aktionstag Jagd auf dem Uelzener Herzogenplatz: Marco Meister bohrt zusammen mit seinen Kindern Öffnungen in ein Holz. 

Uelzen – Es waren die Jagdhornbläser, die den Anfang machten: Mit Musik lockten sie das Publikum vom Wochenmarkt oder von einem Uelzener Modehaus auf den Herzogenplatz, wo der stellvertretende Vorsitzende der Kreisjägerschaft, Karsten Meyer, am Sonnabend den Informationstag Jagd eröffnete.

Alle 13 Hegeringe waren unter dem Motto „Gemeinsam Jagd erleben“ vertreten. Jagdsignale und Märsche wurden zur Eröffnung geblasen. Und die Vielfalt der Informationen vom Wolf bis zur Wildbiene beeindruckte.

Hat schon an Treibjagden teilgenommen: Tanja Steckelberg mit ihrem Beagle.

So war das Infomobil der Kreisjägerschaft mit ausgestopften kleineren Wildtieren wie Fuchs und Waschbär vor Ort. Die Hegeringe Bad Bevensen und Himbergen informierten an Stelltafeln und im persönlichen Gespräch über die Afrikanische Schweinepest sowie den Wolf und die hohen Kosten, die er verursacht. Sogar Amtstierarzt Dr. Jörg Pfeiffer war gekommen, um über das Monitoring zur Schweinepest Auskunft zu geben. Bisher, wusste Kreisjägermeister Heinrich Hellbrügge zu berichten, sei man im Fall der Afrikanischen Schweinepest noch gut davon gekommen – und verwies auf die schwierige Lage in Osteuropa, etwa in Rumänien.

Moderiert den Informationstag: der stellvertretende Vorsitzende der Kreisjägerschaft, Karsten Meyer.

„Was hat Jagd mit Natur- und Artenschutz zu tun?“, fragte der stellvertretende Vorsitzende der Kreisjägerschaft Meyer zur Eröffnung. Und der Hegering Dreilingen gab zusammen mit Obstbauer Helmut Reinhart aus Barum eindrucksvolle Antworten auch rund um die Streuobstwiesen, für die sich die Jäger einsetzen. So sind gerade die Wildbienen zum Bestäuben enorm wichtig. „Die fliegen schon bei acht bis neun Grad“, weiß Reinhart. Die Honigbienen dagegen brauchen 13 bis 15 Grad Lufttemperatur. Und damit das Ganze auch praktisch wird, konnten Kinder Löcher in Holzstücke bohren. In die Astgabel gelegt, kann das ein Angebot für heimische Insekten und die Wildbiene sein.

Die Jäger luden am Sonnabend auch zum Wildbret ein. Nicht nur, dass es auf dem Herzogenplatz Wildschwein-Gulasch gab. Der Hegering Suderburg hatte sogar eine Broschüre mit Rezepten parat. Hegeringleiter Lutz Beplate-Haarstrich empfahl bei Interesse an Wildbret den Kontakt zum „Jäger um die Ecke“.

Vor dem kulinarischen Vergnügen steht freilich die Jagd. Und als Gefährte für alle Fälle gilt immer mehr der Hund. Ausbilder und Hundeobmann Stefan Bauers moderierte für die Kreisjägerschaft eine kleine Show der Jagdhunde vom Deutsch Drahthaar bis zum Retriever.

VON CHRISTIAN HOLZGREVE

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