Verena Nowotny ist neue Chefin des Uelzener Finanzamtes

Wieder eine Frau an der Spitze

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Finanzpräsident Christoph Arntz verabschiedete Kathrin Schrader (rechts) und gratulierte Verena Nowotny.

Uelzen. Christoph Arntz hat tief in den Archiven gewühlt. Einen vergleichbaren Fall hat der Finanzpräsident bei der Oberfinanzdirektion Niedersachsen aber nicht finden können – deshalb sprach er gestern auch von einem „einmaligen Vorgang“.

Mit Verena Nowotny wurde zum dritten Mal in Folge eine Frau als Vorsteherin des Uelzener Finanzamtes vorgestellt.

Mehr als zwei Jahrzehnte hatte Angelika Junghans-Borm bis zu ihrem Ruhestand im Frühjahr 2014 die Behörde geleitet, ihr folgte Kathrin Schrader als Chefin des Finanzamtes. Nach einer Dienstzeit von zweieinhalb Jahren wechselte sie im vergangenen Herbst nach Hameln. Für die offzielle Staffelstabübergabe an ihre Nachfolgerin gestern kam Schrader jedoch noch einmal nach Uelzen und rang am Rednerpult mit den Tränen – nicht weil es in Hameln so schlimm sei, sondern weil sie nur die besten Erinnerungen an das Finanzamt in Uelzen habe.

Rund 140 Mitarbeiter zählt das Finanzamt Uelzen zurzeit. Darunter sind 14 Auszubildende. Sie habe ein eingespieltes und aufgeschlossenes Team erlebt, so Schrader. Beste Voraussetzungen, so will man meinen, für ihre Nachfolgerin: Verena Nowotny kennt die Uelzener Behörde auch bereits. In den Jahren von 2000 bis 2004 war sie stellvertretende Leiterin des Finanzamtes, bevor sie die gleiche Funktion in Lüneburg übernahm. Aus der Nachbarstadt wechselte die 54-Jährige nun wieder nach Uelzen – wie Christoph Arntz gestern sagte, habe er selten jemanden sich so freuen sehen, als die Zusage für die Position überbracht wurde. Nowotny ließ dann auch gestern keinen Zweifel daran, dass sie gerne die Leitung übernahm: Die Behörde weise gute Arbeitsergebnise vor, so die Erkenntnis der ersten Wochen. „Uelzen ist schon etwas ganz Besonderers“, weiß Nowotny auch noch aus den Jahren als Vize-Chefin.

Von Norman Reuter

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