Uelzener können kleine Stücke zum Thema „Unerhört“ aufführen

Wettkampf auf der Theaterbühne

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Laden zum Theaterbattle ein: Florian Moitje und Tanja Mainz vom Lebensraum Diakonie, Peter Hellström vom Jugendzentrum und Stadtjugendpfleger Christian Helms. 

Uelzen – Sechs Minuten, ein Thema: „Unerhört!“ So lässt sich mit wenigen Worten eine Veranstaltungsidee für Uelzen zusammenfassen.

Menschen aus Stadt und Landkreis Uelzen sind eingeladen, kurze Szenen, Theaterstücke, Sketche oder auch Gedichte zum Stichwort „Unerhört“ im Theater an der Ilmenau aufzuführen. Maximal sechs Minuten darf jeder Beitrag lang sein.

Die Diakonie in Deutschland hat sich den Begriff „Unerhört“ für eine Kampagne gewählt – sie wolle dazu anregen, mit Menschen das Gespräch zu suchen, die im Alltag nicht oder selten gehört werden, erklärt Tanja Mainz vom Verein Lebensraum Diakonie. „So kommen wir weg von Pauschalurteilen.“ Der Begriff wird in diesem Jahr auch das Motto der Woche der Diakonie im September sein, schildert Mainz.

Im Rahmen der Woche soll dann auch die Theater-Aktion stattfinden. Sie wird in Zusammenarbeit von der Arbeitsgemeinschaft Diakonie, der Hansestadt Uelzen und dem Jugendzentrum Baxx organisiert. Ob nun Szenen aus einem bekannten Werk von Goethe oder Schiller, die zum Begriff passen, oder selbst geschriebene Zeilen – die Teilnehmer sind frei in ihrer Wahl. Ein Tisch, fünf Stühle und fünf Headsets werden auf der Bühne zu finden sein. Wer an der Aktion teilnehmen möchte, sollte sich bis Freitag, 21. Juni, bei Tanja Mainz unter tanja.mainz@lebensraum-diakonie.de melden.

Das Ganze ist auch als „Battle“ angelegt, wie Stadtjugendpfleger Christian Helms schildert. Also als ein Wettkampf um den besten Beitrag, bei dem eine Jury und das Publikum mitbestimmen darf. „Ein Jury-Preis und ein Publikumspreis werden vergeben“, erklärt Christian Helms. Es gebe sogar Überlegungen, für die Jury einen Promi zu verpflichten.

Im vergangenen Jahr hatten Arbeitsgemeinschaft, Stadt und Jugendzentrum bereits mit Gruppen schon einmal eine Veranstaltung im Theater organisiert. Damals wollten Gruppen zeigen, was sie können. Das Programm musste wegen der Theaterschließung kurzfristig abgesagt werden. Das Theaterbattle ist also nun ein neuer Anlauf. Kommt das Konzept bei den Uelzenern gut an, so können sich die Organisatoren vorstellen, dass das Theaterbattle als feste Veranstaltung in Uelzen etabliert wird. „Nicht jedes Jahr, aber womöglich alle zwei Jahre“, so Helms.

VON NORMAN REUTER

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