Sturm, Hitze und Suche nach Erfrischung bestimmen das Wochenende

Wetterstress und Partyspaß

+
Starker Wind in der Nacht zum Sonntag sorgte  für umgestürzte Bäume.

Uelzen/Landkreis. Mit Temperaturen vor allem am Sonnabend von über 30 Grad und extremer Schwüle ist das Wochenende im Landkreis gestartet. Bundesweit war das vermutlich heißeste Wochenende des Jahres angekündigt worden.

Das stellte sich zumindest im Landkreis Uelzen nicht ein: Mit etwa 33 Grad am Sonnabend und 31 Grad am Sonntag blieb es milder als gedacht, so eine Bilanz von AZ-Wetterexperte Reinhard Zakrzewski.

Unbemerkt ist das Wetter dennoch nicht am Landkreis vorbei gegangen. Vor allem beim Bad Bevenser Stadtfest wurde die Schwüle deutlich bemerkt. Gerd Kreutz von der Bad Bevensen Marketing GmbH (BBM) und Veranstaltungsleiter des Stadtfestes, bemerkte, dass die Besucher die heißen Nachmittagsstunden gemieden haben – gerade für den Einzelhandel, der noch am Sonntagnachmittag seine Pforten geöffnet hatte, ein hartes Los. Kreutz sagte gegenüber das AZ, das Hitzewetter habe den Besucherstrom „verschoben“ – hin in den Abend. „Teilweise“, so Kreutz, sei das Programm „wettergeschädigt“ gewesen, aber weiter so durchführbar.

Bei der Leitstelle des Kreises hat sich die Hitze – wie im Sommer üblich – auch mit vermehrten Rettungseinsätzen bei Kreislaufproblemen gezeigt. Etwa 20 bis 25 solcher Fälle (inklusive Schlaganfälle) gebe es kreisweit üblicherweise am Tag, an heißen Tagen sind es etwa fünf mehr.

Ein vorübergehender Umschwung im Wetterextrem sorgte auch bei der Feuerwehr für Einsätze: In der Nacht zum Sonntag hatte starker Wind mehrere Bäume umgerissen, in der Alewinstraße und in der Celler Straße Richtung Holdenstedt knickten Bäume und schwere Äste um, die Feuerwehren aus Uelzen, Veerßen und Holdenstedt mussten eingreifen. Ein Baum fiel haarscharf an einem Auto vorbei. Auch in Groß Liedern drohten Bäume nach der Sturmnacht auf die Straße zu kippen.

Für diejenigen, die Zeit und die Möglichkeit hatten, Abkühlung im Wasser zu suchen, geriet das schwüle Wochenende allerdings zum großen Spaß: Im Ebstorfer Waldemar maßen sich Hamburger Wasserballspielerinnen untereinander zum Vergnügen der Besucher.

Die heißesten Tage des Jahres werden Sonnabend und Sonntag nicht gewesen sein, vermutet Wetterexperte Zakrzewski. „Aber nächste Woche wird das was“, meint er. Er sagt bis zu 35 Grad am kommenden Sonnabend voraus.

Von Kai Hasse

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare