AZ-Experte Reinhard Zakrzewski verabschiedet sich nach 13 Jahren

Das Wetter ist seine Leidenschaft

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Immer im passenden Outfit zum Tageswetter präsentiert sich Reinhard Zakrzewski den Lesern.

Lüneburg/Uelzen – Reinhard Zakrzewski ist das Gesicht, das alle mit dem Wetter in der Allgemeinen Zeitung verbinden. Seit 13 Jahren sagt er den Uelzenern, wie das Wetter wird. Doch damit ist bald Schluss, nur noch bis zum 5. April wird er das Wetter voraussagen.

Der Grund ist das Alter. „Ich werde nicht jünger und möchte mehr Zeit mit meiner Familie verbringen“, sagt der 66-Jährige.

Den täglichen Wetterbericht zu erstellen, sei sehr aufwendig. Um einen Bericht zu erstellen, müsse man sich rund um die Uhr mit dem Wetter beschäftigen und ständig auf den laufenden bleiben. Vor allem an Feiertagen seien dann Freunde und Familie zu kurz gekommen.

„Damals gab es ja den Kachelmann und man wollte auch für das regionale Wetter ein Gesicht haben“, erinnert sich Zakrzewski an seine Anfänge vor 13 Jahren. Nach reiflicher Überlegung habe er sich entschieden, den täglichen Wetterbericht zu übernehmen. „Ich habe mir einen Lebenstraum erfüllt. Ich wollte immer schon die Wettervorhersage schreiben“, sagt der Lüneburger.

Schon seit seiner Kindheit ist Zakrzewski vom Wetter fasziniert. „Ich habe mir den Seewetterbericht im Radio angehört und danach Wetterkarten angefertigt“, erinnert er sich. Doch die Prüfung zur Aufnahme des Meteorologie-Studiums verhaut er und fängt daher ein Studium der Geografie in Kiel an. Seine Nebenfächer sind Geologie und natürlich Meteorologie.

Nach dem Abschluss arbeitet er zunächst im Küstenschutz und beschäftigt sich mit der Vereinbarkeit von Tourismus und Umweltschutz an der Ostsee. Das Wetter verliert aber nichts von seiner Faszination. Als Quereinsteiger landet er beim Deutschen Seewetteramt in Hamburg und wertet dort Angaben zum Wetter in alten Schiffstagebüchern aus. „Ich habe ein Händchen dafür gehabt, an der richtigen Stelle zu sein, wenn sich eine Tür geöffnet hat“, sagt der 66-Jährige, der in der Freizeit gerne mit seinem VW-Bus Baujahr 1983 unterwegs ist.

Doch nicht nur das Wetter interessiert Zakrzewski, sondern auch alles naturwissenschaftliche ist seine Leidenschaft. „Vom Erdkern bis zur Atmosphäre interessiert mich eigentlich alles“, sagt er. Das färbt sich auf seine beiden Töchter ab, die beide naturwissenschaftliche Fächer studiert haben.

Eines seiner Hobbys hat mit dem Wetter nur am Rande zu tun – Zakrzewski ist leidenschaftlicher Fotograf. Vor allem Leuchttürme haben es ihm angetan. Dafür unternimmt er Reisen in die ganze Welt vom Osten Kanadas bis in den Süden Neuseelands.

So ganz wird Zakrzewski aber nicht vom Wetter lassen können. „Das Klima lässt mich einfach nicht los“, sagt der Wetter-Experte, der weiterhin das Monatswetter schreiben wird.

VON LARS LOHMANN

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