Bei Überschreitung der kritischen Inzidenz wird Maskenpflicht ausgeweitet

Wenn Uelzen rot sieht – was dann?

In Uelzen würde in den Marktstraßen eine Maskenpflicht gelten, sollte die 7-Tage-Inzidenz von 50 überschritten werden.
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In Uelzen würde in den Marktstraßen eine Maskenpflicht gelten, sollte die 7-Tage-Inzidenz von 50 überschritten werden.

Uelzen/Landkreis – Seit Tagen steigen die Corona-Infektionen im Landkreis Uelzen zum Teil deutlich.

Damit wird am kritischen Grenzwert der 7-Tage-Inzidenz von 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohnern gekratzt – nach Berechnungen der AZ ist dieser sogar schon überschritten.

Damit würde die Corona-Ampel auf rot springen, womit auch neue Auflagen in Kraft treten würden. Doch worauf müssen sich die Uelzener einstellen?.

Tatsächlich sind viele Auflagen, etwa die Kontaktbeschränkungen, bereits durch den für November verhängten Teillockdown abgedeckt. Neu hinzu käme die Maskenpflicht an belebten, öffentlichen Plätzen, die bisher nur empfohlen wird. Welche Plätze genau betroffen wären, das empfehlen die Stadt und die Gemeinden an das Gesundheitsamt des Landkreises. Dieses kann dann eine Verfügung erlassen.

„Wir schlagen die Marktstraßen und die Bahnhofstraße im Bereich der Fußgängerzone als solche Plätze vor“, sagt etwa Uelzens Stadt-Sprecherin Ute Krüger auf AZ-Nachfrage. Die Straßenzüge würden dann entsprechend mit einer Beschilderung kenntlich gemacht.

Martin Feller, Bürgermeister der Samtgemeinde Bevensen-Ebstorf, hat hingegen keine Vorschläge gemacht, da in Bevensen in diesem Jahr keine verkaufsoffenen Sonntage mehr stattfinden. Es gebe damit keine Veranstaltungen mehr, bei denen man Handlungsbedarf sehe. Auf den Wochenmärkten gelte ohnehin eine Maskenpflicht.

Dem schließen sich Michael Müller, Bürgermeister der Samtgemeinde Aue, sowie Thomas Schulz, Bürgermeister der Samtgemeinde Suderburg, an. Beide haben ebenfalls keine Vorschläge für öffentliche Plätze unterbreitet, an denen eine Maskenpflicht gelten soll. Müller appelliert jedoch an alle Bürger, „aus dem Selbstverständnis heraus, dass sich jeder an die Abstandsregeln hält und, soweit diese nicht eingehalten werden können, ein Mund-Nasen-Schutz getragen wird.“

Ebenfalls betroffen von einer Maskenpflicht wären die Schulen. Schüler der Sekundarstufen I und II müssten einen Mund-Nasen-Schutz im Unterricht tragen.

Dies bedeute einen anstrengenden Unterricht, sagt Imke Pape, Direktorin der Uelzener Apollonia-Oberschule. Manche Schüler hätten bereits über Kopfschmerzen geklagt, zudem strenge das Sprechen mit Maske an. An ihrer Schule gelte die Maskenpflicht bereits seit Montag, da ein Schüler infiziert sei. Die entsprechende Klasse werde jetzt per Homeschooling unterrichtet, sagt Pape.

Diese Möglichkeit bestehe auch für den Rest der Schule. Ein entsprechendes Konzept, Schüler wochenweise zwischen Homeschooling und Präsenzunterricht wechseln zu lassen, liege schon bereit. „Wir sind nicht so unvorbereitet wie zu Beginn der Pandemie“, sagt Pape. Sollte die Beschulung von zu Hause aus aber bis zum Ende des Schuljahres andauern, müsse noch ein neuer Stundenplan erarbeitet werden.

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