Unter den knapp 6000 Hartz IV-Empfängern im Kreis sind auch Arbeitnehmer

Wenn das Gehalt nicht reicht

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Uelzen. 399 Euro im Monat, 13 Euro am Tag, kann Mann oder Frau davon leben? Müßige Fragen, denn etliche Menschen müssen:

Zum Jahreswechsel 2014/2015 hatte das Statistische Landesamt 5945 Männer, Frauen und Kinder (die bekommen weniger) in den Akten, denen Hartz IV im Kreis Uelzen den Lebensunterhalt sicherte. Dabei waren die meisten erwerbsfähig und im Alter bis zu 50 Jahre. Rund die Hälfte davon sind Frauen, hier sind alleinerziehende Mütter stark vertreten. Rund 27,3 Prozent aller hiesigen HartzIV-Empfänger sind Kinder und Jugendliche (Vorjahr: 26,7 Prozent). Die 399 Euro sind der Hartz IV-Satz, der seit Jahresanfang 2015 gilt, davor waren es 391 Euro gewesen.

Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der Hartz IV-Empfänger leicht gesunken – ein Trend der seit Jahren anhält. Bei der letzten Erhebung waren noch 55 Uelzener mehr bezugsberechtigt (insgesamt 6000).

Ende Dezember 2012 bezogen im Kreis Uelzen insgesamt 6116 Menschen ALG-II oder Sozialgeld. Im Jahr davor waren es 6285 und 2010 waren es 6852 Empfänger.

Nicht alle, die ALG-II bekommen, haben tatsächlich keinen Job. Manchmal reicht schlicht das Arbeitseinkommen nicht, um auf die 399 Euro netto zu kommen. Dann wird der Arbeitnehmer zum „Aufstocker“, bekommt die Differenz aus der Sozialkasse dazu.

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