VzF reduziert Einsatz von Arzneistoff um 60 Prozent in Schweineställen

Weniger Antibiotika

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In den Schweinemastställen, die Kunden beim VzF sind, wurde der Antibiotika-Einsatz um 60 Prozent reduziert.

Uelzen/Landkreis. Im Bereich der Schweinehaltung ist es dem Verein zur Förderung der bäuerlichen Veredelungswirtschaft (VzF) mit Sitz in Uelzen gelungen, in den letzten sechs Jahren den Einsatz von Antibiotika in den Ställen um 60 Prozent zu senken, wie die Geschäftsführer Dr. Conrad Welp und Heiko Plate freudig verkünden.

„Wir arbeiten derzeit an einem Forschungsprojekt mit dem Ziel, den Einsatz von Antibiotika noch weiter zu reduzieren“, sagt Welp. Daran sind insgesamt 400 Schweine haltende Betriebe des VzF beteiligt. Die Fragestellung sei, was kann biologisch, ökonomisch, gesundheitlich und im Management im einzelnen Betrieb verbessert werden, um Antibiotika im Einzelfall zu verringern oder gar ganz zu vermeiden.

Welp betont ebenfalls, dass die Landwirte Antibiotika bei Mastschweinen und Zuchtsauen sehr sensibel einsetzen. „Für eine Behandlung sind elf Dokumentationen erforderlich“, unterstreicht der Geschäftsführer und ist der Meinung, dass die Kontrollmechanismen des Verbrauchsnachweises in der Tierhaltung erheblich stringenter gehandhabt werden als in der Humanmedizin. Hinzu kommt: Der Einsatz von Antibiotika kostet den Landwirt viel Geld und viel Arbeit.

Während die Resistenzen in der Tierproduktion sinken, scheinen sie jedoch in der Humanmedizin zu steigen, betonen Plate und Welp: „Es scheint einen eindeutigen Zusammenhang zwischen dem Einsatz sogenannter Reserveantibiotika und Resistenzen zu geben. In der Veterinärmedizin werden derartige Substanzen aber kaum eingesetzt.“

Mehr dazu lesen Sie am Dienstag in der AZ.

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