Elmess: 30 Unternehmensvertreter aus 16 Ländern besuchen die hoch spezialisierte Firma

Die Welt zu Gast in Uelzen

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Kleine Details mit großer Bedeutung: Besucher aus 16 Ländern wurden bei Elmess zu den Produkten umfassend informiert.

Uelzen. Verbindungen in die ganze Welt. Kunden in Kasachstan, Aserbaidschan, Iran, Venezuela und Südafrika. Elektrische Industrieheizkörper, die den Transport von Erdgas in gigantischen Pipelines ermöglichen oder den Betrieb von Stahlwerken.

Dazu Billionen Euro teure Bohrinseln, die mit Technik aus Uelzen ausgestattet werden – das alles macht Elmess Thermosystemtechnik GmbH aus, die mit ihren knapp 100 Mitarbeitern in der Nordallee der Hansestadt ihren Sitz hat.

Diesen Hintergrund vermittelt Ralf Kießling, kaufmännischer Leiter des 1945 ursprünglich in Berlin gegründeten und 1966 nach Uelzen „umgesiedelten“ Unternehmens, am Rande des sogenannten „Sales-Meetings“, das jetzt über zwei Tage mit 30 Vertretern von Elmess-Kunden durchgeführt wurde. Aus der Schweiz, den Niederlanden, dem Iran und aus Südafrika reiste der Besuch unter anderem an.

Im Prinzip wie ein Haushalts-Tauchsieder funktioniert dieser Elmess Heizeinsatz. Kunden aus aller Welt und aus diversen Branchen nutzen elektrische Industrieheizkörper wie diesen, um im großen Stil Gase und Flüssigkeiten zu temperieren.

Kießling betonte die herausragende Bedeutung des Meetings, die dieses für Elmess hat. Als grundsätzliche Möglichkeit zum persönlichen und konkreten Erfahrungsaustausch in technischen Dingen, für die Vorstellung neuer Produkte und um neue Möglichkeiten in der Zusammenarbeit zu diskutieren. In diesem Jahr: Schulung der Mitarbeiter der Kundenfirmen, damit diese perspektivisch die Heiztechnik selbst warten können. Für Elmess eine weitere Einnahmequelle, für die Kunden die Reduzierung logistischen Aufwandes. Es riecht nach „Win-win-Situation“.

Insgesamt herrsche bei dem zweitägigen Treffen eine positive Stimmung, berichtet Kießling. Nachdem die Branche in den vergangenen drei Jahren durch den von 90 US-Doller auf 30 gesunkenen Erdölpreis unter Druck geriet und in Uelzen über ein Jahr beispielsweise Kurzarbeit nötig wurde, hat sich der Preis pro Barrel inzwischen bei 50 Euro stabilisiert – eine gute Entwicklung für Elmess und viele seiner Kunden.

Justin van Schalkwyk vertritt einen von ihnen, den Südafrika-Ableger des US-Unternehmens Thermon mit Sitz in Texas, das beispielsweise Kohlekraftwerke mit Heizsystemen, die Elmess-Elemente enthalten, ausrüstet. Für van Schalkwyk ist es der erste Besuch in Uelzen. Er spricht von einer „fantastischen Erfahrung“ und freut sich über die „face to face“-Begegnungen mit Menschen, die man sonst nur aus E-Mails kenne. Da die Wärmetechnik aus Uelzen auch in Bereichen eingesetzt werde, wo es zu Explosionen kommen könne und somit potenziell auch Leben gefährdet würden, sei es ihm ein Anliegen, sich auch vor Ort von der Qualität der Produkte zu überzeugen. Und die in der Regel einzeln von Hand nach individuellen Vorgaben gefertigten Druckbehälter und Heizeinsätze überzeugen ihn voll und ganz: „The quality is very good“, meint van Schalkwyk.

Von Steffen Kahl

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