Gebäudemanagement nach Mehrausgaben für Rathaus unter Druck

Welche Rechtsgrundlage?

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Ein wesentlicher Kostenfaktor für die erneute Kostenexplosion war die verlängerte Bauzeit beim Alten Rathaus – das gab das Gebäudemanagement erst vier Wochen nach der Einweihung bekannt.

tm Uelzen. Durch das neue 600 000-Euro-Loch in der Kasse des Gebäudemanagementes sollen keine Projekte wie die Sanierung von Schulen oder Turnhallen auf Eis gelegt werden. Das erklärte der Vorstand gestern auf AZ-Nachfrage.

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Am Dienstag war bekannt geworden, dass für den Umbau des alten Rathaus zusätzlich 600 000 Euro und somit insgesamt 3,8 Millionen Euro ausgegeben wurden. Eine Genehmigung der Politik für diese Mehrausgaben gibt es nicht, der Stadtrat hatte vielmehr die Ausgaben auf 3,2 Millionen Euro gedeckelt. Das Gebäudemanagement sieht sich jetzt massiven Vorwürfen wegen mangelhafter Kostenkontrolle und Kommunikation ausgesetzt (AZ berichtete).

Wegen der zusätzlichen Kosten plant das Gebäudemanagement vielmehr den Umbau-Kredit aufzustocken. Außerdem wolle man „im Bereich der Gebäudebewirtschaftung sparen“, hieß es bei den Verantwortlichen.

Derweil hat das Gebaren des Gebäudemanagements jetzt auch den Niedersächsischen Bund der Steuerzahler auf den Plan gerufen. Er fragt sich, welche Rechtsgrundlage es für die zusätzliche Ausgaben gegeben hat.

Von Thomas Mitzlaff

Einen weiteren Artikel dazu lesen Sie am Donnerstag digital und gedruckt in der AZ.

Bilderstrecke: So lief der Umbau des Rathauses ab

Die Chronik vom Umbau des Alten Rathauses

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