Kreis stimmt Unterbringung von Asylbewerbern mit Gemeinden ab

Weitere Unterkünfte

sob/nre Uelzen/Landkreis. Auf die „Villa im Park“ in Bad Bevensen sollen „mindestens eine Handvoll“ weitere Gemeinschaftsunterkünfte für Asylbewerber im Landkreis Uelzen folgen.

Das gab Landrat Heiko Blume nach der nichtöffentlichen Sitzung des Kreisausschusses am Dienstag bekannt. „Wir sind froh über jedes Wohnungsangebot, das uns erreicht, aber es wird nicht ohne weitere Gemeinschaftsunterkünfte gehen“, erklärte Landrat Blume.

In anderen Landkreisen sei die Unterbringung von Asylbewerbern Aufgabe der Gemeinden. Hier sei zwar der Landkreis zuständig, aber nur gemeinsam könne man diese Aufgabe bewältigen und entscheiden, wo Gemeinschaftsunterkünfte entstehen könnten. Dafür befinde sich der Landkreis bereits in Verhandlung mit den Gemeinden. „Wir müssen den Menschen ein Dach über dem Kopf anbieten können“, betont Landrat Blume.

Zurzeit leben 452 Asylbewerber im Landkreis Uelzen. Bis Ende September werden nach der Zuteilung des Landes weitere 448 Hilfesuchende noch aufgenommen werden, informiert der Landkreis Uelzen.

Die steigenden Asylbewerber-Zahlen wirken sich auch auf die finanzielle Situation des Landkreises aus, der für die Unterbringung aufzukommen hat. Bis zu 11 600 Euro pro Asylbewerber und Jahr müssen in die Hand genommen werden. Möglich ist vor diesem Hintergrund, so erklärt die Kreissprecherin Julia Baumgarten auf AZ-Nachfrage, dass für das laufende Jahr noch ein Nachtragshaushalt verabschiedet werden muss. „Gegenwärtig befinden wir uns dazu in der Abstimmung“, sagt Baumgarten. Ein Beschluss zum Nachtragshaushalt könnte während der Kreistagssitzung im März gefasst werden.

Von Sophie Borm und Norman Reuter

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