Weiter Geld für Ukraine

Der Aufsichtsrat der Stadtwerke billigt 250 000 Euro für das umstrittende Ukraine-Projekt.

mr Uelzen. Entgegen der Beteuerungen nach der ersten Krise im Frühjahr fließt nun doch weiteres Geld aus Uelzen in das ukrainische Landwirtschaftsprojekt der SBE Sustainable Bio Energy Holding GmbH, an der die Uelzener Stadtwerke zu 50 Prozent beteiligt sind.

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Ein Exportstopp für Getreide und Ernteeinbußen durch ungünstige Witterungsbedingungen hatten in dieser Saison zu Mindereinnahmen von 600 000 Euro geführt (AZ berichtete). „Der Aufsichtsrat der Stadtwerke hat in seiner heutigen Sitzung den Beschluss gefasst, 250 000 Euro zur Kompensation dieser Mindererlöse zur Verfügung zu stellen“, heißt es in einer Mitteilung der Stadt-Tochter vom gestrigen Nachmittag. Der Aufsichtsrat habe sich zudem geschlossen für die weitere Beteiligung an der SBE ausgesprochen, teilen die Stadtwerke mit. Dies sei ein wichtiger Baustein in der Unternehmensstrategie, sich langfristigen Zugang zu regenerativen Energierohstoffen zu sichern.

„Gleichzeitig betonte der Aufsichtsrat aber, dass er das Projekt auch in Zukunft konstruktiv und kritisch begleiten wird“, so Stadtwerkesprecher Mirco Pinske.

Unterdessen erneuerte die Stadtspitze ihre jüngst geäußerte Kritik: „Die Stadt Uelzen ist mit dem bisherigen Ablauf des Ukraine-Projektes und der Kommunikation der SBE-Holding GmbH unzufrieden und hat großes Verständnis für den Unmut vieler Uelzener.“ Unter „sehr kritischer Betrachtung aller Aspekte“ hält die Stadt „die strategische Entscheidung für das Projekt nach wie vor für richtig“. Der „kritische Diskussionsprozess“ solle „unter Beachtung aller Entwicklungen fortgeführt werden“, heißt es.

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