Die weißen Hemden...

. . . „überleben“ in den seltensten Fällen das Frühstück des Uhlenköpers. Beim obligatorischen Tässchen Kaffee erwachen seine Lebensgeister, nur, dass allzu oft nach der ersten Mahlzeit des Tages ein brauner Kaffeefleck sein Hemd ziert.

Mal schlürft der Uhlenköper schlaftrunken das Koffeingetränk und merkt dabei gar nicht, dass sich Tropfen ihren Weg zum Stoff bahnen. Mal ist der Uhlenköper so in Eile – er hat mal wieder den Wecker weiter gestellt –, dass er den Kaffee verschüttet. Kunst auf dem Hemd, so ließen sich vielleicht die Kleckse vermarkten, doch bei Terminen kommt es nicht an, wenn die Kleidung schmutzig ist. Deshalb weiß der Uhlenköper auch nicht, warum er überhaupt noch weiße Hemden anzieht. Am Wochenende schaffte der Uhlenköper es doch tatsächlich, ohne zu kleckern, seinen Kaffee zu trinken. Ein kleines Erfolgserlebnis. Aber er hatte auch sehr darauf geachtet, dass sein „Gewand“ sauber bleibt. Doch kaum war er zu seinem Termin gefahren, machte er eine unüberlegte Bewegung mit dem Kugelschreiber in der Hand und auf dem weißen Hemd befand sich ein blauer Strich. Nein, weiße Hemden zieht er nicht mehr an, sagte sich der Uhlenköper.

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