Folgeschäden im Neubau zwingen Beamte in Container

Wasserschaden bei der Uelzener Polizei

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Ralf Munstermann von der Uelzener Polizei zeigt die ersten vier Container. Foto: urhahn

Uelzen – Das neue Polizeikommissariat an der Zuckerfabrik wurde erst vergangenen Dezember bezogen – und schon müssen Teile der Uelzener Polizei wieder ausziehen, zumindest temporär. Mehr als 50 Kollegen, der gesamte Einsatz- und Streifendienst, sind betroffen.

Abwechselnd müssen die Beamten nun mit einer Containerlösung vorliebnehmen.

Grund ist ein Wasserschaden, der noch während der Bauendphase durch eine eingedrehte Schraube in einer Warmwasserleitung verursacht worden war. Nach der unverzüglichen Reparatur konnten nur geringe Folgeschäden festgestellt werden – eine Fehleinschätzung, wie sich zeigte. Denn Mitte März stieß man auf weitere, bis dahin unentdeckte Schäden, teilt die Volksbank Uelzen-Salzwedel als Vermieterin des Gebäudes mit. Eine umfassende Trocknung sowie ein baubiologisches Gutachten seien als Sofortmaßnahmen in Auftrag gegeben worden. Eine Raumluftmessung habe keine gesundheitlichen Beeinträchtigungen ergeben. Die Sanierungsarbeiten haben nun begonnen. Wie lange sie dauern, könne noch nicht gesagt werden, die Volksbank spricht von „einigen Monaten“.

Vier Ersatzräume stehen bereits auf dem Parkplatz des Kommissariats, weitere vier sind „im ersten Anlauf“ noch geplant. Ralf Munstermann, Leiter des Streifendienstes der Uelzener Polizei, erklärt: „Nächste Woche wird über die weitere Planung beraten.“ Noch mehr Container seien nicht ausgeschlossen und die Problematik einer Datenleitung müsse ebenfalls geklärt werden.

VON ANDREAS URHAHN

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