„Wasser marsch“ von oben

Eigentlich sollte das Wasser nur aus dem Schlauch kommen – doch die Teilnehmer bekamen auch von oben reichlich ab.

Uelzen-Kirchweyhe. Der Befehl „Wasser marsch“ ging den Brandmeistern bei den Stadtwettkämpfen der freiwilligen Feuerwehren in Kirchweyhe nur schwer von den Lippen. Denn es regnete so viel Wasser von oben, dass ein echter Brandherd keine Chance gehabt hätte, sich tatsächlich auszubreiten.

Dem Wasser in Kleidung und Stiefeln zum Trotz legten die weiblichen und männlichen Einsatzkräfte pünktlich zu Beginn der Wettkämpfe mit Lage und Befehl los: „Ein Hausbrand, Feuer im Dachgeschoss, Gefahr der Ausbreitung, Brandbekämpfung“, riefen die Löschmeister ihrer Gruppe zu, die sich nach kurzer Bestätigung sofort um die Schläuche und Anschlüsse kümmerte.

Unter den gestrengen Augen der Wertungsrichter mussten die Feuerwehrleute Schläuche bereitstellen, Anschlüsse befestigen und die Schläuche mehrere hundert Meter bis zum Übungs-Turm ausrollen. Schnell rauf und „Wasser marsch“ auf die Blechtafel, die das Feuer darstellte. Da sind Leistungsbereitschaft, Ausdauer, Geschicklichkeit und Schnelligkeit, aber auch Knowhow gefordert, das bei vielen Schulungen für die freiwilligen Feuerwehren erlernt wird.

Bis zum frühen Abend zeigten die Mannschaften aus 13 Feuerwehren der Stadt Uelzen am Dorfteich in Kirchweyhe, deren Freiwillige Feuerwehr aus Anlass des 100. Geburtstages die Stadtwettkämpfe ausrichtete, ihr Können. Freunde, Angehörige und vor allem die Frauen der Kirchweyher Feuerwehrmänner sorgten mit ihrem „Einsatz“ am Kuchen-Büfett, Grill und den verschiedenen Spielstationen für die kulinarische Betreuung und ein rundes Programm.

Volker Leddin würdigte als Leiter des städtischen Ordnungsamtes den Einsatz der Kameradinnen und Kameraden am völlig verregneten Wettkampftag und übergab die Pokale und Preise, die von den Wehren in drei Disziplinen errungen wurden.

Für die Jugendfeuerwehr gab es von den Stadtwerken Freikarten für das Badue. Der Ortsbrandmeister der Jubiläumswehr, Norbert Kuhlmann, erhielt von VGH-Agenturleiter Heiko Kröber einen neuen „Rauch-Verschluss“. Als schnellste mit den wenigsten Fehlerpunkten erreichte die Freiwillige Feuerwehr Kirchweyhe den 1. Platz bei der Disziplin „LF8 Neu“; Masendorf siegte, gefolgt von Veerßen, bei der „TS8 Neu“.

Beim Nachwuchs setzte sich die Jugendfeuerwehr Uelzen durch, die weiteren Plätze belegten die Oldenstädter und die Veerßer. Bei den mittelalten und alten Wettkämpfen holte Riestedt die Sieger-Urkunden, in beiden Disziplinen dicht gefolgt von Masendorf und Hansen, wobei die erste Gruppe der Masendorfer im mittelalten Wettbewerb den zweiten und die zweite Gruppe im alten Wettbewerb den gleichen Platz schaffte.

Von Angelika Jansen

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