Ortsrat stellt Antrag zur Angleichung an die Tarife in Westerweyhe / Beschluss hat kaum Aussicht auf Erfolg

Wasser bleibt für Kirchweyher wohl teurer

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Die Kirchweyher werden auch im kommenden Jahr wohl mehr für ihr Trinkwasser zahlen als die Bürger in Westerweyhe. 

js Kirchweyhe/Westerweyhe. 40 Jahre ist die Entscheidung her und sie erhitzt weiter die Gemüter im Uelzener Nordwesten: Die Trinkwasser-Versorgung und die unterschiedlichen Tarife, die in Kirch- und Westerweyhe dafür zu zahlen sind.

Bei der jüngsten Ortsratssitzung wurde ein Antrag auf Gleichstellung verabschiedet. Dessen Erfolgsaussichten sind dürftig. 

Vielmehr sah sich Uelzens Bürgermeister Jürgen Markwardt dazu veranlasst, die Mitglieder des Gremiums drauf hinzuweisen, dass auch der Ortsrat als Teil der ehrenamtlichen Stadtverwaltung an Recht und Gesetz gebunden sei.

Die Lage ist für die Bewohner Kirchweyhes vertrakt. Der damals eigenständige Ort gab Mitte der 70er Jahre seine eigene Wasserversorgung auf und ließ sich bei den Stadtwerken anschließen. Wer in Westerweyhe lebt, dessen Trinkwasser wird vom Wasserversorgungszweckverband Landkreis Uelzen (WVU) geliefert. Und das zu erheblich günstigeren Konditionen. Ein Grund: Der Zweckverband muss nicht – wie die Stadtwerke Uelzen GmbH – Konzessionsabgaben an die Stadt Uelzen zahlen. Die werden fällig, sobald ein Versorger Leitungen (Strom, Wasser, Gas) in städtischem Grund verlegt. Auch sind Zweckverbände, die der öffentlichen Daseinsvorsorge dienen (hier Wasserversorgung) von der Umsatzsteuer befreit. Insofern kann der WVU günstigere Tarife bieten.

Nun läuft der Konzessionsvertrag zwischen Stadt und Stadtwerken zum Jahresende aus. Er wurde für weitere 20 Jahre neu ausgeschrieben. Einziger Interessent an der Wasserversorgung, die nicht dem Zweckverband unterliegt: die Stadtwerke Uelzen. „Wir können das Netz nur als Ganzes ausschreiben“, so Marwardt. Auch die Überlegung, dass man Kirchweyhe erst gar nicht in der Ausschreibung aufgeführt hätte, sei aus Gründen der Gleichbehandlung nicht möglich gewesen, hieß es bei der Stadt. So scheinen die Kirchweyher auf ewig an die Entscheidung von vor 40 Jahren gebunden zu sein.

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