Marktcenter-Bau: Der Investor vertröstet erneut – und die Stadt ist machtlos

In der Warteschleife

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Das ehemalige Wochenmarktgelände ist das südliche Einfallstor zur Uelzener Innenstadt – die Politik erhofft sich durch einen Marktcenter an dieser Stelle auch mehr Menschen in die City locken zu können.

Uelzen. „Bangen um Wunschmieter“; „Nichts in trockenen Tüchern“; „Hängepartie Marktcenter“ – AZ-Schlagzeilen, die ein Jahr und älter sind. Und sie haben eines gemeinsam: Sie sind heute noch aktuell.

Denn auch im Herbst 2014 gibt es weiter zahlreiche Ungewissheiten rund um den geplanten Bau des Uelzener Marktcenters. Wann der Einkaufstempel tatsächlich ferstiggestellt wird, ist bis heute ungewiss. Und im Rathaus rätselt man intern über die Frage, welche Geschäfte dort letztlich tatsächlich einziehen werden.

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Denn die für diesen Oktober angekündigte Bekanntgabe eines als „Ankermieter“ vorgeschriebenen Elektronikfachmarktes sagte der Investor HBB jetzt ab. Laut Stadtbaurat Karsten Scheele-Krogull werde nunmehr voraussichtlich im November verkündet, wer in den Einkaufstempel einzieht.

Doch auch bei der Verwaltungsspitze ist man mittlerweile vorsichtig bei einer Progrnose, ob diese Zusage eingehalten wird. Denn es ist nunmehr bereits das vierte Mal, dass die Hanseatische Beteiligungsgesellschaft (HBB) die Ankündigung verschiebt.

Und das darf sie auch: Denn die Verträge mit der Stadt Uelzen sind so gestrickt, dass der Investor bis zur Fertigstellung des Marktcenters keinen Mieter nennen muss. Mehr noch: Es ist nicht einmal festgelegt, wann das Bauprojekt abgeschlossen sein muss.

Von Thomas Mitzlaff

Mehr zum Marktcenter lesen Sie in der Wochenendausgabe der AZ.

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