Warten auf den Arzt,...

. . .   dabei vergeht die Zeit schneller, wenn das Radio läuft, hat der Uhlenköper festgestellt.

Wenn Musik und gutgelaunte Frühaufsteher-Moderatoren im Wartezimmer zu hören sind, konzentrieren sich die Kränkelnden nicht nur auf das Gehuste des Sitznachbarn, sondern sind abgelenkt. Dabei ist allerdings die richtige Wahl des Senders ausschlaggebend. Techno-Musik ist in diesem Fall nicht angebracht. Vielmehr sind ruhige Lieder zu empfehlen, deren Takt dem Herzschlag der erkrankten Patienten näher kommt. Dennoch darf nicht zu sehr in die sentimentale Schublade gegriffen werden. Als der Uhlenköper jüngst seine Zeit im Warteraum einer Arztpraxis verbrachte, kam ein Song, den er ganz besonders gerne mag: „Der Weg“. Als Herbert Grönemeyer sang „Es war ein Stück vom Himmel, dass es dich gibt“ begann ein nervöses Hin- und Herrutschen auf den Stühlen der Sitznachbarn. Die männlichen Patienten fingen an, sich peinlich berührt zu räuspern. Bei den Versen „Habe dich sicher in meiner Seele, ich trage dich bei mir, bis der Vorhang fällt“ verdarben ihm dann endgültig die plötzlichen Hüsteleien den Hörgenuss, dem Uhlenköper.

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