Selbstgenähte Masken sollen nicht „Schutz“ heißen

Warnung vor Abmahnern im Kreis Uelzen

Ehrenamtliche Näherin: Die Uelzenerin Annika Kriebel trägt eine selbst hergestellte Gesichtsmaske. 
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Ehrenamtliche Näherin: Die Uelzenerin Annika Kriebel trägt eine selbst hergestellte Gesichtsmaske.

Uelzen/Landkreis – Es ist nur ein einziges Wort, aber es wiegt schwer: Darf der Begriff „Schutz“ im Zusammenhang mit selbst genähten Gesichtsmasken auftauchen? Jetzt warnen Kanzleien wie „Jun Anwälte“ oder „it-recht München“ online vor Abmahnvereinen, die sich genau auf die Bezeichnung „Schutz-Maske“ stürzen.

Begründung: Das Wort verstoße bei selbst genähten Masken gegen das Medizinproduktegesetz, weil dem Träger ein tatsächlicher Schutz nicht geboten werde. .

In Uelzen haben Ehrenamtliche bereits reagiert: „Unsere Gruppe heißt jetzt ‘UE näht Behelfsmasken’“, erklärt Urte Stradtmann, die mit 30 weiteren Aktiven selbst Masken fertigt: „Wir haben auch innerhalb der Gruppe kommuniziert, dass man da aufpassen soll.“ Ein bitterer Beigeschmack bleibe: „Es kann eigentlich nicht sein, dass es noch in dieser Situation irgendwelche Leute gibt, die einem Steine in den Weg legen, wenn man sich ehrenamtlich für seine Mitmenschen engagiert.“

VON MICHAEL MICHALZIK

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