„Ab in die Mitte 2013!“: Land fördert Veranstaltungen rund um den Schnellenmarkt mit 37 000 Euro

Warmer Regen für buntes Viertel

+
„Ab in die Mitte 2013!“: Land fördert Veranstaltungen rund um den Schnellenmarkt mit 37 000 Euro.

Uelzen. Bescherung war schon. Zumindest für Joachim Lotz. Denn Uelzens City-Manager durfte am Mittwoch, wie berichtet, den Preis entgegennehmen, mit dem die City-Offensive „Ab in die Mitte 2013!“ des Landes Niedersachsen das Belebungskonzept für den Schnellenmarkt würdigt: rund 37 000 Euro.

Und das war für Lotz wie Weihnachten und Geburtstag zusammen.

Seit Jahren schon tüftele er an Ideen, so Lotz, damit aus dem Schnellenviertel ein lebhaftes und buntes Viertel werden und es seinem eigentlichen Ursprung wieder näher rücken möge: einem Handwerker- und Händlerquartier. Umso glücklicher ist er nun, dass sich die Mühen gelohnt haben. „Uns ist sehr wichtig, das Schnellenviertel in der Wahrnehmung der Bürger Uelzens und der Region als wesentlichen Bestandteil der historischen Innenstadt zu positionieren“, sagt Lotz. In dem prämierten Konzept haben die Uelzener dargestellt, wie ein Weg zum „bunten“ Viertel vollzogen werden soll, und einen positiven Imagewechsel in den Vordergrund gestellt. Der City-Manager hatte den Antrag federführend und in Zusammenarbeit mit der Stadt Uelzen und dem Büro CIMA gestellt.

Konkret unterstützt werden mit den Landesmitteln verschiedene Veranstaltungen. So sind im nächsten Jahr zum Beispiel ein Kreativ-Wettbewerb, eine Quartiersrallye, ein Nachbarschaftstag, ein Handwerkermarkt, ein italienischer Abend und ein gemeinsames Frühstück im Viertel geplant. Bei diesen Aktionen soll die historische Tradition des ursprünglichen Handwerker- und Händlerquartiers wieder belebt werden.

Die Gesamtkosten für das Veranstaltungspaket betragen 61 600 Euro, wovon die knapp 37 000 Euro Zuschüsse in Höhe von 60 Prozent ausmachen – von den restlichen 40 Prozent müssen mindestens 10 Prozent von der Kommune kommen und mindestens 10 Prozent über (private) Drittmittel eingeworben werden.

Für die Entwicklung des Viertels sei es bedeutsam, so Lotz, dass sich die Bewohner mit ihrem Viertel identifizierten. Mitmach-Aktionen für die Anlieger, für die Bürger und ganze Familien seien daher immens wichtig. Michael Kopske, Projektverantwortlicher der Stadt Uelzen, betont, dass der Preis auch eine Anerkennung für alle Beteiligten sei, die sich bereits für das Viertel engagiert hätten. „Es zeigt, das wir auf dem richtigen Weg sind. Und es ist schön, dass in Hannover wahrgenommen wird, welch gute Arbeit hier geleistet wird. Darauf können wir stolz sein.“

Derzeit arbeiten Anlieger, Stadt Uelzen, das City-Management, der Uelzener Eigentümerverein „Haus & Grund“ und das Lübecker Büro CIMA in Arbeitsgruppen an konkreten Maßnahmen für das Viertel rund um den Schnellenmarkt, um es für die Zukunft zu stärken. Denn während mit dem Preisgeld von „Ab in die Mitte 2013!“ das Schnellenviertel mit Leben gefüllt werden soll, werden andererseits (wie berichtet) mit baulichen Maßnahmen weitere Vorausetzungen für ein Aufblühen des Viertels geschaffen. Auch hier ist den Uelzenern die Unterstützung des Landes schon sicher: Im Rahmen des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes (ISEK) wurden für die 200 000 Euro teure Umgestaltung des Schnellenmarktes ebenfalls Zuschüsse zugesagt.

Von Ines Bräutigam

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare