Und wieder ist es Sophie

Das waren die beliebtesten Vornamen in Uelzen und Bad Bevensen im abgelaufenen Jahr

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Sophie und Alexander waren die beliebtesten Vornamen in Uelzen im vergangenen Jahr. 648 Geburten wurden beim Standesamt in Uelzen eingetragen. In Bad Bevensen waren es 147.

Uelzen/Landkreis. Erneut ist Sophie der beliebteste Vorname für Mädchen in Uelzen. 14 Mal wurde er 2015 beim Standesamt eingetragen. Und auch bei der entsprechenden Behörde in Bad Bevensen-Ebstorf ist Sophie mit drei Namensgebungen vorne.

Mia brachte es in Uelzen auf 13 Eintragungen, Marie auf zehn. In der Statistik für 2013 lag Marie noch auf Platz eins, im vergangenen Jahr war der Name auf Platz zwei.

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Bei den Jungen schob sich Alexander auf Platz eins und löst damit Noah ab, der es beim Uelzener Standesamt im vergangenen Jahr nicht einmal mehr unter die Top 20 gebracht hat. Der zweitplatzierte Elias hingegen war im vergangenen Jahr der beliebteste Vorname für Jungen in Uelzen. Insgesamt beurkundete die Behörde 648 Geburten in Uelzen. In Bad Bevensen waren es 147. Im Helios-Klinikum kamen 643 Kinder auf die Welt (311 Mädchen, 332 Jungen). Elf Frauen gebaren Zwillinge.

Die 30 beliebtesten vergebenen Vornamen in Deutschland machten nur höchstens zehn Prozent aller in der Bundesrepublik vergebenen Namen aus, sagt Gabriele Rodriguez. Sie ist Namensberaterin am Namenskundlichen Zentrum der Universität Leipzig. Das wird beispielsweise immer dann zu Rate gezogen, wenn Standesbeamte einen Vornamen nicht akzeptieren. Das kommt vor, obwohl die Leipziger Namensdatei rund 500 000 anerkannte Vornamen (mit Variationen) umfasst.

„Der Vornamensbestand in Deutschland steigt stetig“, sagt die Expertin. Ein Grund: Jedes vierte in der Bundesrepublik geborene Kind habe einen Migrationshintergrund. So kämen eben immer neue Namen aus unterschiedlichen Kulturkreisen hinzu.

Aber die beliebtesten Namen seien nicht immer die Rufnamen. In Süddeutschland würden oft Doppelnamen vergeben, während im Norden und Osten die Eltern zum Einzelnamen tendierten.

Die Tradition, einen Zusatznamen nach dem Vater oder Großvater zu vergeben, komme wieder in Mode, so die Expertin. Bei Akademikern seien vor allem altdeutsche Namen wie Wilhelm, Friedrich oder Heinrich als Zusatz beliebt. Andere Bevölkerungsschichten setzten auf englische Namen. Emily belegt Platz vier in der Uelzener Statistik. „Das ist bedingt durch die englischsprachig beeinflussten Medien“, weiß Rodriguez.

Sie prüft auch neue Namen. Ein Elternpaar wollte als Zusatznamen für das Kind Veronika und Susann. Drei Namen wollten sie dem Nachwuchs aber nicht zumuten und ersannen die Zusammensetzung Versann. „Die wurde genehmigt“, so Gabriele Rodriguez.

Von Jens Schopp

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