Wandern ohne Sonnenbrand

Mit Schirm ging‘s los in den Wald: Wanderwillige aus Stadt, Landkreis und Umgebung von Uelzen machten sich auf, anlässlich des Kreiswandertages neun und elf Kilometer lange Strecken zu erwandern.

Uelzen - Von Janina Fuge. Marlies Falkenau und Christa Reimers sind startklar. Mit dem Schirm in der Hand, wetterfesten Frühjahrsjacken und sportlich-matschtrotzenden Wanderschuhen stehen sie bereit, ihre Neun-Kilometer-Tour in Angriff zu nehmen.

„Es gibt kein schlechtes Wetter“, zitiert Marlies Falkenau das Credo aller im Freien Sportelnden (und Seereisenden), „nur die falsche Kleidung“. Und deshalb sind die beiden Wanderfreundinnen aus Munster wie etwa 200 andere Wanderbegeisterte aus Stadt und Kreis Uelzen und umliegenden Kreisen angereist, um dabei zu sein: Beim Kreiswandertag, den der Turnverein Uelzen e.V. (TVU) anlässlich seines 150. Geburtstages am Sonntag rund um den Fischerhof ausrichtete.

Zum Einstieg in den Tag feierten die Wanderfreunde zusammen mit Propst i.R. Wilhelm Hube und dem Posaunenchor Molzen einen Gottesdienst, der wegen des Bindfädenregens vom Sportplatz in die Turnhalle verlegt wurde. Und natürlich gab‘s dabei auch noch ein paar warme Worte mit auf den Weg. Alminus Bleeker, Leiter der TVU-Wandergruppe freute sich über die rege Beteiligung trotz Wetterkapriolen, Heinz-Helmut Runge, stellvertretender Landesfachwart beim niedersächsischen Turnerbund, schwor auf das Wandern als „eine der gesündesten Sportarten, die es nur geben kann“ ein und freute sich darüber, dass zunehmend auch jüngere Menschen sich daran machten, die „Landschaft mit den Schuhsohlen zu erobern“, wenngleich sie es anders nennen würden – Trekking, Walking oder Hiking zum Beispiel.

Klaus Langer, Vorsitzender vom TVU, verpflichtete sich dem Motto „Geh‘ aus, mein Herz, und suche Freud“, stimmte sogar ein Lied an und konnte sogar dem Wetter Humorvolles entgegensetzen: „Heute kriegen Sie keinen Sonnenbrand, außerdem staubt es nicht so.“

„Keine großen Reden halten“, wollte TVU-Wanderfachwart Gerhard Bühring und schickte seine Wanderwilligen sogleich los, ab in den Stadtwald. Zwei Routen gab‘s, eine längere, eine kürzere – und beide Wege kreuzten sich um die Mittagszeit zum Imbiss am Schützenstein.

Dieter Boe führte die kürzere Neun-Kilometer-Tour an, „durch Uelzens grüne Lunge“ geht er selbst besonders gern, dreimal sei er die Strecke vorher abgelaufen- beziehungswei-se abgeradelt, gibt er zu Protokoll – und marschierte wacker voran.

Am Ende der langen Wanderschlange wachte Dieter Mielke in leuchtender Schutzweste darüber, dass auch keiner abhanden kommt. Aber: Alle liefen wie am Schnürchen.

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