„Walk of Fame“ im Kurpark?

Der Frühjahrsputz auf dem „Walk of Fame“ in Grömitz ist ein Spektakel, das alljährlich die Besucher in den Ort zieht – auch in Bad Bevensen könnte das so sein, findet die SPD. Foto: ostholstein-tv.de

Bad Bevensen. Hollywood hat einen, Berlin und Grömitz haben einen und vielleicht auch bald Bad Bevensen: einen „Walk of Fame“. Nach den positiven Erfahrungen im Ostseeheilbad Grömitz beantragt nämlich die SPD-Fraktion im Rat der Stadt Bad Bevensen, im Rahmen der Umgestaltung des Kurparks auch das Projekt „Erinnerungsplatten im Park“ durchzuführen. „Hierbei handelt es sich erstmal um einen Arbeitstitel“, betont SPD-Fraktionsvorsitzende Witta Albert-ernst.

Im Rahmen dieses Projekts würden Messingplatten von Kurgästen oder Einwohnern erworben. „Diese Platten werden mit Namensgravur, Jahreszahl und eventuell auch einer individuellen Inschrift versehen und im Kurpark verlegt“, so Albert-ernst. Charmanter Nebeneffekt: Bei der Stadt Bad Bevensen würden keinerlei Kosten verbleiben. Im Gegenteil, hat sich die SPD-Fraktionschefin ausgerechnet: „Die Preisgestaltung kann so erfolgen, dass ein finanzieller Überschuss erwirtschaftet werden kann. Mit ihm könnten dann bestimmte touristische Projekte, bevorzugt im Kurpark, finanziert werden.“ Für 600 Euro, so Alberternst, können die Platten an den Mann beziehungsweise die Frau gebracht werden – ebenfalls nach Grömitzer Vorbild. „Dort haben zum Beispiel viele Kinder ihren Eltern solche Platten geschenkt“, weiß die SPD-Frau.

Die Vermarktung der Aktion könnte über die Bad Bevensen Marketing GmbH (BBM) geschehen. „Vor allem der ,Bad Bevensen Club’ bietet sich dazu an“, findet Witta Alberternst. In diesem Club können Gäste der Stadt kostenlos Mitglied werden und von verschiedenen Angeboten profitieren. „So ein Projekt“, stellt Alberternst fest, „wäre nicht nur ein Highlight im Kurpark, sondern könnte auch zur Stammkundenbindung beitragen. Bevenser Bürger könnten mit dem Erwerb einer Platte ihre Verbundenheit mit unserer Stadt zum Ausdruck bringen.“

Die Verwaltung soll jetzt prüfen, an welcher Stelle im Kurpark und in welchem Umfang dieses Projekt durchgeführt werden kann. Ein Blick nach Grömitz kann dabei nicht schaden. Dort nämlich läuft das Projekt derart erfolgreich, dass es mittlerweile schon keinen Platz mehr für weitere Messingplatten gibt.

Einmal im Jahr, im Frühling, fallen die Besitzer der Messingplatten auf der Grömitzer Promenade übrigens vor der Stadt auf die Knie: Dann steigt das große Plattenputzen. Und Witta Alberternst kann sich nicht nur gut vorstellen, dass derlei Aktionen auch in Bad Bevensen gut ankommen würden, sondern dass ein Bevenser „Walk of Fame“ („Weg des Ruhmes“) auch insgesamt eine Bereicherung für den Kurpark sein könnte.

Von Ines Bräutigam

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