24 Hektar brennen / Zweithöchste Warnstufe im Kreis Uelzen

Waldboden, der sich selbst entzündet

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Wahrscheinlich entzündete sich der trockene Waldboden selbst.

ib/dpa Uelzen/Lüneburg. Eine achtlos weggeworfene Zigarettenkippe oder herumliegende Glasscherben, die bei intensiver Sonneneinstrahlung zu Brenngläsern werden, können in diesen Tagen verheerende Auswirkungen auf die Natur haben:

Der Deutsche Wetterdienst hat wegen der anhaltenden Trockenheit für die Wälder im Landkreis Uelzen die zweithöchste Waldbrand-Warnstufe ausgerufen.

Im Nachbarlandkreis Lüneburg mussten die freiwilligen Einsatzkräfte der Feuerwehren bereits am Wochenende ausrücken, um 24 Hektar brennenden Wald bei Mechtersen zu löschen. Der Brand habe sich unter der Bodenoberfläche ausgebreitet und in den Morgenstunden unter der Bodenoberfläche verteilt, lautete das Urteil von Mechtersens Gemeindebrandmeister Sascha Melcher. „Es ist kein klassischer Waldbrand wie in Kalifornien mit flammendem Inferno.“

Rund hundert Feuerwehrleute gruben den ganzen Sonnabend lang den Boden um und bewässerten die Erde. Die Wasserversorgung erwies sich dabei als große Herausforderung, da sich die nächste Wasserquelle rund 1200 Meter von der brennenden Fläche entfernt befand. Erst am späten Abend war der Waldbrand gelöscht.

Die Feuerwehr hielt die ganze Nacht hindurch Brandwache in dem Waldstück, um ein erneutes Ausbrechen des Feuers zu verhindern. Am Sonntagmorgen beendeten die Löschkräfte dann den Einsatz.

Die Ursache für das Feuer ist noch unklar. Aber: „Es ist sehr wahrscheinlich, dass sich das Feuer durch die Trockenheit selbst entzündet hat“, sagte ein Polizeisprecher in Lüneburg.

Damit es gar nicht erst zu Waldbränden kommt, bitten die Niedersächsischen Landesforsten die Bevölkerung gerade in diesen Tagen auch um Mithilfe bei der Waldbrandverhütung. Vor allem zu beachten seien diese Punkte:

• Kein offenes Feuer im Wald oder in Waldnähe.

• Grillen nur auf freigegebenen Grillplätzen, dazu bitte das örtliche Forstamt fragen.

• Im Wald gilt bis zum 31. Oktober ein allgemeines Rauchverbot.

• Autos mit Katalysatoren nicht über trockenem Gras abstellen.

• Jeden Waldbrand unter der Notrufnummer 112 sofort melden.

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